Togo

Lycée du 2 février Agbalepedogan


 

Allgemeine Informationen zur Schule 

Schulname: Lycée du 2 février Agbalepedogan
 
Land: Togo
 
Schulanschrift: B.P. 3291
Lomé
Tel. 00228 225 49 72
 
Anzahl der SchülerInnen: ca. 2000
 
Anzahl der Lehrer / Deutschlehrer: 56 / 2
 
Abschlüsse: Abitur
 
Ansprechperson PASCH: Tino D. Azanledji
thineau24@yahoo.fr

Schulsteckbrief 

Das „Lycée du 2 Février“ ist eine staatliche Schule Togos und wurde zum Schuljahr 1975/76 gegründet. Der Name hat einen politischen Hintergrund: Am 2. Februar 1974 kehrte der ehemalige Staatschef Gnassingbe Eyadema in die Hauptstadt Lomé zurück, nachdem sein Flugzeug am 24. Januar 1974 in der Nähe seines Heimatdorfes Pya abgestürzt war.

Lage

Ursprünglich lag das Gymnasium neben dem militärischen Lager „Camp R.I.T.“ im Stadtviertel Tokoin. Mit der Erweiterung der Kaserne zog das Gymnasium in das Stadtviertel Agbalepedogan, das 8 Kilometer von der Innenstadt entfernt ist. Agbalepedogan war damals ein neues Viertel in Lomé, aber mit der Zeit wurde es dicht besiedelt.

Das Gymnasium gilt als ein Treffpunkt für viele Schüler aus der Umgebung und aus der Stadtmitte. Es liegt auf einem Gelände von zwei Quadratkilometern. 56 Lehrer unterrichten in der Schule, darunter zwei Deutschlehrer. Die Schüler lernen von der 11. bis zur 13. Klasse Deutsch. Die Schule hat 29 Klassenräume. In jedem Klassenraum werden durchschnittlich 70 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

Architektur

Da das Gymnasium für eine wissenschaftliche Ausbildung vorgesehen war, wurde sein Bau nach moderner Architektur gestaltet. Deswegen unterscheidet sich sein Aussehen von den anderen staatlichen Gymnasien. Von außen hat man eine wunderschöne Ansicht, da die Schulgebäude die Umgebung prägen. Leider fehlen finanzielle Mittel, um die Gebäude öfter zu streichen. Eine Renovierung wäre notwendig, obwohl die Architektur noch wirkt. Der Schulleiter, der „Censeur“, der Buchhalter und die Betreuer haben ihre Wohnungen auf dem Schulgelände.

PASCH, Austauschprogramm und Lehrerfortbildungen

Seit dem Schuljahr 2007/2008 ist das Gymnasium Teil des PASCH-Netzwerks. In diesem Rahmen finden Seminare und Workshops zur Weiterbildung der Lehrer statt. Ein gutes Beispiel dafür ist die Fortbildung für Deutschclubleiter im Goethe-Institut Lomé, die am 7. Februar 2009 unter der Leitung der Expertin für den Unterricht stattgefunden hat und deren Schwerpunkt war: „Reime und Rhythmen im DaF-Unterricht“.

Ein großes Ereignis war auch das internationale Treffen von Schülern und ihren Lehrern aus Benin, Djibouti, der Côte-d‘Ivoire und aus Togo im Februar 2009 im Rahmen des Projekts „Sprachen ohne Grenzen“. Im Rahmen dieses Projekts hat ein Lehrer die Schüler im Mai 2009 nach Johannesburg und im September 2009 nach Deutschland begleitet. Im Jahr 2009, 2012, 2013, 2014 und 2015 haben die Deutschlehrer an Fortbildungsseminaren in Augsburg, Frankfurt, Dresden und Bonn teilgenommen.

Die Schule hat einen PASCH-Raum, der dank der PASCH-Initiative seit 2013 über neue Lehrbücher, einen CD-Player und einen Fernseher mit DVD-Player verfügt – 2015 kam noch ein Internetanschluss dazu. Seitdem kommen oft Schüler und Lehrer, um an den neuen Computern zu arbeiten, zu surfen, zu recherchieren oder sich Filme anzusehen.

Im Mai 2012 haben die Deutschlehrer an einem Seminar teilgenommen, das als Vorbereitung auf einen Wettbewerb der Schüler gedient hat. Einer unserer Schüler hat sogar ein Stipendium gewonnen, um an einem internationalen Workshop über Comics in Deutschland teilzunehmen.

Fremdsprachen

Ab der 11. Klasse (zu Anfang der Oberstufe) können die Schüler der philosophischen Fachrichtung zwischen Deutsch und Spanisch wählen. Es ist aber kein Muss für diejenigen, die sich für die wissenschaftliche Fächerkombination entschieden haben. Pflichtfach für alle Schüler ist die englische Sprache in allen Stufen, während Russisch als Wahlfach gelernt werden kann.

Das Besondere und das Schönste an der Schule

Wir haben einen Deutschclub gegründet, der ein Treffpunkt für viele Deutschlerner ist. Jeden Freitagmittag betreuen die Deutschlehrer die Schüler und helfen ihnen, wenn sie Schwierigkeiten haben. Es werden Gedichte gelesen, Theater gespielt, gerappt und gesungen – alles auf Deutsch natürlich. In der Aula werden Veranstaltungen wie Lehrerfortbildungen und Konzerte angeboten. Kulturtage werden auch jedes Jahr in dieser Aula organisiert. Dazu werden immer andere Schulen mit ihren Deutschklubs eingeladen.

Es gibt keine Kantine, weswegen sich die Schüler in der Pause ihr Essen vor der Schule von Frauen, die verschiedene Speisen anbieten, kaufen. Kurz vor der Pause wird die Qualität des Essens von einer Gruppe von Schülern geprüft. Was wir noch erwähnen möchten, ist die Tatsache, dass die Schüler selbst für die Sauberkeit der Klassenräume sowie der Toiletten verantwortlich sind!

Da die Schule im Herzen des Viertels liegt, kommen die meisten Schüler zu Fuß oder mit dem Fahrrad in die Schule. Einige, die ein bisschen weiter weg wohnen, kommen mit dem Moped, mit dem Taxi oder mit dem „Taxi-Moto“. Einige Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. Leider hat die Schule keinen Schulbus.

Wettbewerbe

Die Schule hat bereits an verschiedenen Wettbewerben teilgenommen und dabei auch schon Preise gewonnen. Am 9. Mai 2009 hat ein vom PASCH-Programm organisierter Hip-Hop-Wettbewerb in der Aula der Schule stattgefunden, an dem 22 Schulen des Landes teilgenommen haben. Im November 2009 hat die deutsche Botschaft einen Wettbewerb anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Bundesrepublik Deutschland organisiert. Dabei war die Schule sehr erfolgreich.

Öfters werden auch Wettbewerbe durch das amerikanische Kulturzentrum organisiert. Im Schuljahr 2006/2007 war es ein „American knowledge and Englisch language-quiz“, bei dem die Schule nicht nur einen Pokal, sondern auch Computer und Bücher gewonnen hat.


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