Interkultureller Austausch

Mit grünen Ideen von New York nach Berlin


Schüler der High School for Math, Science and Engineering im New Yorker Stadtteil Harlem entwickeln zukunftsweisende Projekte zum Thema Nachhaltigkeit. Mit ihren Ideen wurden sie zum 1. Weltjugend-Nachhaltigkeitsgipfel eingeladen.

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Promerio heißt das Projekt, das die 17-jährigen Jungunternehmer Timothy und Frank gemeinsam mit vier ihrer Mitschüler ins Leben gerufen haben. Die zündende Idee dazu kam ihnen, als in ihrer Heimatstadt New York mehr und mehr Fahrradwege entstanden und sie sich fragten, wie man möglichst viele New Yorker zum Fahrradfahren animieren könnte. Die geniale Antwort fanden sie in der Entwicklung einer App, die in Kombination mit einem eigens konstruierten Messgerät die Routen ihrer Nutzer aufzeichnet.

„Das ist die Welt, in der ich leben möchte.”

Ob mit dem Fahrrad, zu Fuß oder auf dem Skateboard – mithilfe von Promerio lassen sich zukünftig in der Stadt zurückgelegte Strecken festhalten und mit Freunden teilen. Die Idee der jungen Erfinder geht jedoch noch weiter: Für alle zurückgelegten Meilen soll jeder App-Nutzer Punkte erhalten und diese für den Erwerb von Sportwaren einsetzen können. Als Sponsoren sollen große Sportunternehmen gewonnen werden, die bereit sind, über die App gesammelte Punkte in Warenwerte zu übersetzen. Die Vorteile für die Unternehmen liegen auf der Hand: Ihr Image profitiert von der Umweltfreundlichkeit des Projektes, Menschen werden in ihre Läden gelockt, Kunden gebunden. Timothy erklärt die dem Punktesystem zugrunde liegende Philosophie: „Wir möchten den Menschen ermöglichen, davon zu profitieren sich selbst und der Umwelt etwas Gutes zu tun.” Neben der Reduktion umweltschädlicher Abgase hebt Frank vor allem die Verbesserung der eigenen Gesundheit hervor: „Die App regt die Menschen dazu an, wieder nach draußen zu gehen, ihre Umwelt zu erleben. Das führt letztlich zu einer insgesamt glücklicheren Gesellschaft. I don’t know about you but that’s the kind of world I want to live in“.


1.Weltjugend-Nachhaltigkeitsgipfel in Berlin

In ihrem unter anderen vom Goethe-Institut begleiteten Projektunterricht hatten die Schüler bereits einige Monate an ihren Ideen gebastelt, bevor sie vom World Youth Sustainability Summit in Berlin erfuhren und sich mit ihren Projekten um eine Teilnahme bewarben. Das Gipfeltreffen wurde von der internationalen Jugendinitiative youthinkgreen initiiert und steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Ziel des Treffens war es, Jugendliche aus der ganzen Welt zusammenzubringen, unterschiedliche Perspektiven zum Thema Nachhaltigkeit zu diskutieren und gemeinsam mit Experten in konkrete Lösungsansätze zu übersetzen. Am Ende des Gipfels stand die Abfassung eines Positionspapiers mit dem Titel „Youth and Sustainability in Everyday Life – Challenge, Rethink and Revive Global Ways of Living“.

„160 Jugendliche aus 30 Ländern, alle zwischen 15 und 21 Jahre alt – ich freue mich wahnsinnig und bin gleichzeitig sehr aufgeregt.“ berichtet der 15jährige Boris. Er ist der dritte Schüler der High School for Math, Science and Engineering, der nach Berlin eingeladen wurde. Zusammen mit seinem Team entwickelte er eine „grüne“ Webseite, die Teenagern in New York City die Suche nach ehrenamtlichen Tätigkeiten erleichtert. Die Webseite bringt User mit ausgewählten Organisationen in Kontakt und hilft ihnen, spannende Veranstaltungen zu finden sowie eigene zu organisieren. Darüber hinaus informiert sie über erfolgreiche Umweltprojekte und animiert junge Menschen dazu, selbst aktiv zu werden.

Zum ersten Mal in Deutschland

Für Frank, Timothy und Boris ist es die erste Reise nach Deutschland. „Ich bin so aufgeregt. Ich zähle schon die Tage,“ sagt Frank und fügt hinzu „Endlich werde ich einmal die Sprache anwenden können, die ich nun schon seit drei Jahren an meiner Schule lerne.“ Timothy kommentiert lachend: „Ich hoffe, man versteht uns da drüben überhaupt.“ Boris freut sich auf die Berliner Architektur und möchte den Auslandsaufenthalt dafür nutzen, in die deutsche Kultur einzutauchen.

Schülerinnen und Schüler der PASCH-Schulen „Mittelschule Nr. 1 der zentralchinesischen pädagogischen Universität“ in Wuhan, China und der „High School for Math, Science and Engineering“ in New York, USA nahmen am ersten Weltjugend-Nachhaltigkeitsgipfel in Berlin teil. Schon im Vorfeld setzen sie sich mit Umweltfragen auseinander und entwickelten Projekte zum Thema Nachhaltigkeit.

Datum: 29.05.2013
Quelle: Goethe-Institut
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