Interkultureller Austausch

Zweite Station: „SmartCity Cologne“

Gruppenfoto im obersten Stockwerk der Stadtverwaltung Köln
Vermehrte Hitzewellen und gewaltige Unwetter ließen den Klimawandel in den letzten Jahren auch in Köln Realität werden. Da der Klimawandel sowohl die Stadtverwaltung, als auch die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Köln betrifft, können und sollen letztere ihre eigenen Ideen und Vorschläge für eine nachhaltige Stadtentwicklung auf der Plattform „SmartCity Cologne“ mit einbringen. 


Als zweite Station unserer Umweltreise  stand der Besuch der Koordinationsstelle Klimaschutz der Stadt Köln auf dem Programm, in der uns Reiner Gottschlich in Empfang nahm. Herr Gottschlich gab uns zunächst einen kleinen Einblick in die Stadt Köln. Köln ist nicht nur als Wirtschaftsstandort sehr interessant für Unternehmen und Investoren, sondern ist auch ein bedeutender Standort für die Wissenschaft. Etwa 100.000 Studierende befinden derzeit an den verschiedenen Hochschulen der Stadt Köln. Mit ihrer lebenswerten Innenstadt und ihrer interessanten Stadtlandschaft ist Köln außerdem das Ziel vieler Besucherinnen und Besucher aus aller Welt.
 
Die Attraktivität Kölns hat jedoch auch problematische Seiten. Obwohl die Bevölkerungszahl in Deutschland allgemein zurückgeht, müssen sich Ballungszentren wie die Stadt Köln auf einen enormen Bevölkerungszuwachs in den nächsten Jahren einstellen. Köln wächst kontinuierlich und stellt die Stadtplaner damit vor neue Herausforderungen, denn das Wachstum soll zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger umweltschonend und nachhaltig sein.

Herr Gottschlich und Herr Grönnerud erläutern das Konzept „SmartCity Cologne“ Das Projekt „SmartCity Cologne“ gibt den Bewohnerinnen und Bewohnern Kölns die Möglichkeit bei der Stadtplanung mitzuarbeiten und die Zukunft der Stadt Köln aktiv mitzugestalten.
 
„Grow Smarter“ – ein nachhaltiges Siedlungsprojekt der Sonderklasse
 
Ein besonders vielversprechendes „SmartCity Cologne“-Projekt ist das EU-Projekt „Grow Smarter“. Zusammen mit Stockholm und Barcelona will Köln nachhaltige Neubausiedlungen entwickeln, die sich sowohl als Wohnort als auch Standort für Büros eignen. Im Süden des Stadtteils Köln-Mühlheim soll ein Viertel mit 3.000 Wohnungen und 5.000 neuen Arbeitsplätzen entstehen. Nicht nur der Energieverbrauch soll durch Einbeziehung von Smart-Energie-Apps reduziert werden, der Strom soll auch durch Photovoltaikanlagen produziert werden. Innerhalb der Siedlung sind nur Elektroautos zugelassen, die an einer Mobilitätsstation aufgeladen werden können.
 
„Stadtradeln“ – Kölner strampeln um die Wette
 
Die Aktion „Stadtradeln“ will Fahrradfahren unter den Kölnern attraktiver machen. Ziel ist es, die Kölner Bevölkerung dazu anzuregen, das Auto häufiger stehen zu lassen und mit dem Fahrrad zu fahren. Bei dem Projekt handelt es sich um einen Wettbewerb zwischen einzelnen Städten Deutschlands. Die Bürgerinnen und Bürger einer Stadt, die am meisten Kilometer geradelt sind, haben gewonnen. Gemessen wird die Kilometerzahl anhand einer App, die gleichzeitig dem fleißigen Fahrradfahrer auch anzeigt, wie viel CO2 er dadurch gespart hat.
 
„Deutschland hat mehr Geld zur Verfügung als Peru - wie könnte man ein solches Projekt in Lima finanzieren?“, wollte der Schüler Nicolas wissen. „Geld ist nicht immer entscheidend. Bildung und eine Erziehung zum Umweltbewusstsein sind besonders wichtig, nur durch die Sensibilisierung der Menschen können wir längerfristig Erfolge erzielen“, antwortete Herr Gottschlich. Denn schon kleine Gesten wie Fahrradfahren zum Supermarkt oder die Verwendung einer Stofftasche leisten einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz. Um einiges „smarter“ machten wir uns schließlich auf den Weg zum Weihnachtsmarkt.

 


» zurück zur Übersicht


 
Station 1: Wasserschule Station 3: Kölner Zoo
Station 4: Umwelthauptstadt Station 5: Grugapark
Station 6: Gut Karlshöhe Sation 7: HafenCity
 
Marietta Moser
BPLK bei der Schule Reina del Mundo in Lima

PASCH-net und Social Media