Interkultureller Austausch

Erste Station: Die Wasserschule Köln-Westhoven

Gruppenfoto Wasserschule
Die Wasserschule hat sich zum Ziel gesetzt, Schülerinnen, Schülern und jungen Erwachsenen den natürlichen und wirtschaftlichen Wasser­kreislauf näher zu bringen, um einen vernünftigen und verantwortungs­vollen Umgang mit Wasser zu entwickeln. Die Sensibilisierung der jungen Menschen wird durch interessante Experimente, Führungen durch die Anlagen des Wasserwerks und interaktive Übungen erreicht.


Fakten und Zahlen zum Wasserverbrauch – eine Überraschung für alle
 
„Was glaubt ihr, womit verbrauchen die Menschen das meiste Wasser?“, wollte Jan, unser Lehrer in der Wasserschule, wissen. In Gruppen sollten die Anwesenden  Schätzungen zum täglichen  Wasserverbrauch in Deutschland abgeben. Es wurden Kärtchen mit Tätigkeiten, für die wir Wasser verbrauchen, und Kärtchen mit verschiedenen Literangaben an die Jugendlichen verteilt. Diese sollten nun den Tätigkeiten die richtigen Literangaben zuordnen. Die Beteiligten waren von den Ergebnissen sehr überrascht. Niemand hätte zum Beispiel gedacht, dass allein der Gebrauch der Toilettenspülung ganze 33 Liter am Tag verschlingt.
 
Der Wasserverbrauch pro Kopf ist in Lima doppelt so hoch wie in Köln
 
In Deutschland werden circa 120 Liter pro Person und Tag verbraucht. Für die Stadt Lima hatte Jan sogar einen Wasserverbrauch von 250 Litern recherchiert. Insbesondere die notwendige künstliche Bewässerung sei hierfür ursächlich. Überlebenswichtig ist für den Menschen jedoch nur die Rubrik „Kochen und Trinken“ mit einem durchschnittlichen Verbrauch von fünf Litern pro Tag. Alle anderen Kategorien wie zum Beispiel Wäsche waschen, Körperpflege oder Geschirrspülen sind eigentlich ein Luxusgut.
 
Trinkbares Leitungswasser – ein wertvolles Gut
 
„Für den wirtschaftlichen Wasserkreislauf“, führte Jan aus, „spielt das Grundwasser eine große Rolle. Regen versickert im Boden und durchläuft automatisch ein natürliches Filtersystem“. Anhand zweier Experimente wurde der Gruppe vor Augen geführt, dass Grundwasser und Leitungswasser hier in Köln sehr sauber und auch gesund sind. Im ersten Experiment ließen die Jugendlichen Tintenwasser durch Behälter mit Aktivkohle und natürlichem Sand aus dem Boden laufen. Die Beteiligten stellten fest, dass sowohl der Aktivkohlefilter als auch der Sandfilter das Wasser gesäubert hatten. Jan erklärte uns, dass die Aktivkohle hier im Wasserwerk  zusätzlich zur natürlichen Reinigung durch Sand im Boden verwendet wird, um das Grundwasser noch einmal zu säubern, bevor es der Bevölkerung zur Verfügung steht.
 
Leitungswasser ist in Deutschland gesünder als Mineralwasser
 
Im zweiten Experiment testeten die Schülerinnen und Schüler PH-Werte von Leitungswasser, Mineralwasser, destilliertem Wasser und Regenwasser. Leitungswasser und Mineralwasser wiesen ähnlich hohe PH-Werte auf. Bei einem hohen PH-Wert spricht man von sogenanntem „hartem Wasser“, welches viele Mineralien enthält und somit gleichzeitig für den Menschen sehr gesund ist. Die Jugendlichen stellten auch fest, dass der PH-Wert von Leitungswasser sogar noch etwas höher ist als der von Mineralwasser. Leitungswasser ist für die Menschen somit noch empfehlenswerter als Mineralwasser aus Flaschen.
Das Erstaunen der Gruppe war groß, denn in Lima darf Wasser auf keinen Fall direkt aus der Leitung getrunken werden.
 
Als frisch ausgebildete Wasserexpertinnen und -experten mit vielen neuen und interessanten Eindrücken machten wir uns schließlich auf den Weg zur nächsten Station unserer Umweltreise.

 



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Station 2: SmartCity Station 3: Kölner Zoo
Station 4: Umwelthauptstadt Station 5: Grugapark
Station 6: Gut Karlshöhe Sation 7: HafenCity
Marietta Moser
BPLK bei der Schule Reina del Mundo in Lima

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