Interkultureller Austausch

Dritte Station: Der Kölner Zoo

Clemenshof mit einheimischen Tieren
Der Kölner Zoo informiert seine Besucherinnen und Besucher nicht nur über die einzelnen Tiere und ihre Lebensräume, sondern gibt zusätzlich Einblicke in den nachhaltigen Umgang mit Wasser, Futter und dem Mist der Tiere. Der Clemenshof, ein in den Zoo integrierter typischer bergischer Bauernhof, ist mit seinen einheimischen Tieren ein Paradebeispiel für nachhaltige Landwirtschaft.


Der Besuch des Kölner Zoos wurde von vielen Schülerinnen und Schülern mit großer Spannung erwartet. Die Zoopädagogin Ruth Dieckmann  führte uns zunächst ins neu gebaute Hippodom, in dem eine afrikanische Flusslandschaft gezeigt wird. Neben drei großen Nilpferden und einem Krokodil konnten wir noch andere Tiere des afrikanischen Ökosystems beobachten.
 
Zertifizierter Fisch für Humboldt-Pinguine
 
Die Zoomitarbeiterin klärte uns zum Beispiel darüber auf, dass das Wasserbecken der Nilpferde durch deren Exkremente jeden Tag sehr stark verschmutzt werde. Das Wasser müsse demnach sehr oft gewechselt werden, was einen enormen Wasserverbrauch bedeuten würde. Um dies zu vermeiden hat der Kölner Zoo mehrere Wasserfilter am Becken angebracht, die das schmutzige Wasser zwei Mal täglich reinigen.
 
Nach der Besichtigung der Nilpferde machten wir uns auf den Weg zu den Seelöwen und den Humboldt-Pinguinen, die auch den peruanischen Schülerinnen und Schülern aus ihrer Heimat bekannt waren. Diese werden nur mit Fischen gefüttert, die mit einem sogenannten MSC-Siegel für zertifizierte nachhaltige Fischerei gekennzeichnet sind. Gefährdete Fischarten stehen somit nicht auf dem Speiseplan.
 
Der Kölner Zoo klärt auf: Was hat der Gorilla mit dem allseits beliebten Handy zu tun?
 
Auf unserem weiteren Rundweg durch den Zoo stießen wir schließlich auch auf die imposanten Gorillas. Die Heimat der Gorillas ist unter anderem die Republik Kongo. Dort baut man das Erz Coltan ab, welches  gerade für die Industriestaaten von großem Interesse ist. Coltan wird weiterverarbeitet und in Handys und andere elektronische Geräte eingebaut. Der Handyboom in den westlichen Ländern hat katastrophale Folgen für die Umwelt und die Gorillas in dieser Region.

Zoopädagogin Ruth Dieckmann führt uns durch den Kölner Zoo Der Kölner Zoo hat deshalb ein Projekt gestartet, das Handys recycelt und gleichzeitig versucht, die Gorillas zu schützen. Jede Besucherin und jeder Besucher kann im Zoo sein altes Handy abgeben. Diese werden dann recycelt und das Geld kommt einem Schutzprojekt für Gorillas zugute.
 
Im Kölner Zoo konnten wir nicht nur exotische und heimische Tiere bewundert, sondern wurden auch stets über die aktuelle Lebenssituation  der Tiere in ihrer Heimat aufgeklärt. Die Palmölproduktion und die dadurch verursachte Abholzung der Regenwälder, die Folgen des Handybooms  und des hohen Fleischkonsums der westlichen Bevölkerung wurden uns sehr anschaulich und mit Hilfe der lebenden Beispiele hier im Kölner Zoo veranschaulicht.

 

 

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Station 1: Wasserschule Station 2: SmartCity
Station 4: Umwelthauptstadt Station 5: Grugapark
Station 6: Gut Karlshöhe Sation 7: HafenCity
 
Marietta Moser
BPLK bei der Schule Reina del Mundo in Lima

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