Archiv 2010

Vierte nationale Deutscholympiade an chinesischen Schulen in Shanghai


Untiefen ausleuchten, Vorbild sein, weithin sichtbar sein, das sind die Eigenschaften der „Leuchttürme“, wie herausragende Projekte in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik genannt werden. Die 4. Deutscholympiade in Shanghai war ein solcher Leuchtturm. Vom 19. bis 21. November überzeugten 75 Schülerinnen und Schüler mit ihren Deutschkenntnissen.

38 Schulen aus ganz China traten an: die renommierten Fremdsprachenschulen ebenso wie zahlreiche Mittelschulen, an denen Deutsch als Fremdsprache unterrichtet wird wie auch Berufsschulen, an denen Deutsch gelernt wird. Neben den Organisatoren, der Shanghai Puxi Fremdsprachenschule, der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes und dem Goethe-Institut (GI), wurden die drei olympischen Tage in Shanghai erstmals vom „chinesischen Fremdsprachenverband“ mitgetragen. Beleg für den hohen Stellenwert und das Ansehen der Deutscholympiade in China ist nicht allein die sprunghaft gestiegene Teilnehmerzahl, sondern auch die intensive Kooperation verschiedener Institutionen beider Länder.

In der Jury saßen neben anderen Manfred Lauck, Schulleiter des Ressourcenzentrums Deutsche Schule Shanghai, und Thomas Willems, Leiter des Regionalbüros des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Neben den Leistungen waren auch unterschiedliche Ausgangslagen zu berücksichtigen. So hatten manche Schüler erst drei, andere bereits sieben Jahre Unterricht in Deutsch erhalten. In diesem Jahr ließen sich die renommierten Shanghaier Fremdsprachenschulen auf allen Sprachniveaus den Siegerlorbeer nicht abjagen.

Tief beeindruckt von den inhaltlichen und sprachlichen Leistungen der Jugendlichen auf den Niveaustufen A2 bis C1 zeigten sich auch Generalkonsul Dr. Wolfgang Röhr, die Vertreter der Minz GmbH und über 100 Gäste. Sie erlebten nicht nur einen reinen Sprach- und Kenntniswettbewerb, sondern auch ein lebendiges Kulturfest. Hervorzuheben ist das unterhaltsame Rahmenprogramm und die gelungene Begleitung der Olympiade durch das Projekt „Wagen mit dem gebogenen Dach“ der Minz GmbH, der den Schülern und Lehrern zur Verfügung stand. Durch Vorträge, Ratespiele, Gespräche und Filmbeiträge auf allen Niveaustufen sorgte er nicht nur für Abwechslung, sondern auch für vielfältige landeskundliche Informationen.

Während der Gastgeber und Schulleiter der Shanghaier Fremdsprachenschule, Cui Deming, den fruchtbaren Austausch zwischen Deutschland und China hervorhob, würdigten Diana Amann (ZfA) sowie Yvonne Dauns und Sebastian Vötter (GI) die erfolgreiche Deutsch-Arbeit an den 75 PASCH-Schulen in China. Versteht man die vierte nationale Deutscholympiade als ein repräsentatives Spiegelbild dessen, was in den vergangenen Jahren im chinesischen Mittelschulbereich und im Bereich Deutsch als Fremdsprache geleistet worden ist, so ist sie nicht nur Ausdruck des hohen Niveaus deutschen Fremdsprachenunterrichts in all seinen Facetten, sondern belegt das hohe Ansehen, das Deutschland, die deutsche Sprache und Kultur sowie die Kulturmittler in China genießen.

22.12.2010
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen

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