Archiv 2010

ZfA-Referententagung: mehr Qualität für Auslandslehrer


Gute Vorbereitung der zukünftigen Auslandslehrer wird immer wichtiger. Daher lud die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes zu ihrer diesjährigen Referententagung vom 29.11. bis 3.12.2010 nach Köln ein.

17 Vorbereitungslehrgänge für die jährlich bis zu 300 neu an eine Deutsche Auslands- oder Sprachdiplomschule vermittelten Lehrerinnen und Lehrer finden pro Jahr in der ZfA statt. „Die Weiterbildung unserer Referentinnen und Referenten für diese Vorbereitungslehrgänge ist daher besonders wichtig“, erklärte ZfA-Fortbildungskoordinator Rainer Wicke, der die Tagung gemeinsam mit der ebenfalls für Fortbildung zuständigen Sandra Luthe organisierte.

Die Spannweite der Themen der Referententagung war breit: Joachim Lauer, Leiter der ZfA, schlug den Bogen von der Förderung Deutscher Auslandsschulen vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die von knapper Mittelzuweisung geprägte Gegenwart. Er betonte gegenüber den Tagungsteilnehmern die Bedeutung der Vermittlung immaterieller Werte. Die finanzielle Unterstützung der Auslandsschulen wird zukünftig geringer ausfallen müssen.

Aktive Unterrichtsteilnahme anregen

Diesem Aufruf folgten die Teilnehmer und beschäftigten sich mit „Unterstützungssystemen für den Deutschsprachigen Fachunterricht (DFU)“ (Willi Krüsemann, ZfA), dem „Stellenwert des Deutschen Sprachdiploms in den Vorbereitungslehrgängen“ (Heike Toledo und Dr. Ulrich Dronske, ZfA), dem „Rahmenplan Deutsch als Fremdsprache“ (Wicke, ZfA), „Kerncurricula“ (Anita Schröder-Klein, Senator für Bildung und Wissenschaft – Bremen), der „Nutzung eines gemeinsamen Austauschservers“ (Ben Wiemer, ehemals Deutsche Schule Washington), die „gemeinsame Lernplattform www.pasch-net.de“ (Christiane Bolte-Costabiei, PASCH-net-Redaktion) sowie den „Angeboten der Deutschen Welle“ (André Moeller, Deutsche Welle).

Einen Höhepunkt des Seminars stellte der spannende und schwungvoll vorgetragene Beitrag „Sprachsensibler DFU-Unterricht“ von Prof. Josef Leisen, Studienseminar Koblenz, dar, der an Beispielen aus der Praxis zeigte, welche Fehler es zu vermeiden gilt, wenn Schüler zur aktiven Teilnahme am Unterricht motiviert werden sollen. Fazit für die Referenten: Zukünftig müssen Lehrgänge im Spannungsdreieck von knapper Mittelzuweisung, einem engeren Zeitrahmen und einem erhöhten Anspruch an die Effizienz geplant werden.

Qualitätsorientierte Schulentwicklung

Einhelliges Votum der Teilnehmer: Wenn der finanzielle Rahmen enger wird, dann wird Fortbildung wegen der Notwendigkeit einer erhöhten Multiplikatorenwirkung immer wichtiger.

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes betreut 140 Deutsche Auslandsschulen und 870 Sprachdiplomschulen weltweit. Die ZfA verstärkt eine qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt den strukturellen Aufbau neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen bei der Implementierung des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

22.12.2010
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen

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