Archiv 2010

BVA-Vizepräsident besucht Schmidt-Schule in Ost-Jerusalem


Jeden Morgen strömen über 500 palästinensische Mädchen auf den Hof der Schmidt-Schule in Ost-Jerusalem. An einem Oktobertag mischte sich eine Gruppe deutscher Pilger unter die Schülerinnen.

Einer von ihnen war Wolfgang Petersson, Vizepräsident des Kölner Bundesverwaltungsamtes (BVA). Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes fördert die Schmidt-Schule finanziell und mit sieben aus Deutschland vermittelten Lehrerinnen und Lehrern. Die 560 palästinensichen Mädchen kommen aus Ostjerusalem und angrenzenden Ortschaften.. Es ist nicht nur der gute Ruf der Schule, der die Kinder den langen und z.T. durch Checkpoints führenden Schulweg in Kauf nehmen lässt. Es ist vielmehr die besondere Atmosphäre des Respekts vor der christlichen und moslemischen Religion und der Dialog zwischen ihnen, der von der Schule gefördert wird.

Weltoffene Perspektive

Es gehört zum Konzept der Schmidt-Schule, dass Christen und Moslems gemeinsam lernen und lehren. An der Schmidt-Schule lernen die Kinder nicht nur die Dialogbereitschaft und Dialogfähigkeit mit anderen Religionen, sie erhalten auch eine weltoffene Perspektive. „Viele Pilgerreisende aus Deutschland sind an unserer Schule und unserem speziellen Konzept interessiert“ erklärt der von der ZfA vermittelte Schulleiter Nikolaus Kircher. „Der Besuch des Vizepräsidenten des BVA im Rahmen seiner Pilgerreise war für uns eine schöne Überraschung“. Die Mädchen erhalten in der Schmidt-Schule eine qualifizierte Ausbildung von der Vorschule bis zum Abitur. Die Ausbildung wird von den palästinensischen Behörden genauso anerkannt wie vom Staat Israel und der Bundesrepublik Deutschland.

Hohes Unterrichtsniveau

Von dem hohen Unterrichtsniveau sowie den deutschen Sprachkenntnissen der Schülerinnen zeigte sich Petersson beeindruckt: „Es ist faszinierend, wie diese positive Lernatmosphäre zu einem friedlichen Miteinander der Kulturen und Religionen beiträgt“. In der großen Pause kamen die Besucher schnell mit den Schülerinnen ins Gespräch und waren angetan von der Unbefangenheit und Selbstsicherheit der Mädchen. Bei einem abschließenden Schulrundgang konnten sich die Besucher auch von den Bauinvestitionen des Schuleigentümers, des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande, überzeugen. Es waren gerade ein Schülerkiosk und eine Cafeteria fertiggestellt, deren Innenausstattung übrigens aus Mitteln der ZfA finanziert worden war.

Die Schmidt-Schule in Ostjerusalem ist eine der 140 Deutschen Auslandsschulen, die das Bundesverwaltungsamt – Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) – betreut. Die ZfA verstärkt eine qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

30.11.2010
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen

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