Archiv 2010

Bundesaußenminister besucht Jesuitengymnasium Vilnius


Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle nahm bei seinem ersten Staatsbesuch in Litauen Anfang November die Gelegenheit wahr, das von der ZfA geförderte Gymnasium aufzusuchen.

Der Schulleiter des Gymnasiums, Bruder Virgilijus Saulius SJ, zeigte dem Minister die zum Jesuitenorden gehörende Kasimirkirche und berichtete von dem neu gegründeten deutschen Schulzweig. Das Gymnasium ist seit einigen Jahren Sprachdiplomschule. Die Schulleitung hat sich entschlossen, ihr Engagement für die deutsche Sprache noch zu verstärken. Seit dem 1. September werden 19 Schülerinnen und Schüler in einer bilingualen Klasse verstärkt in Deutsch unterrichtet. Der Schulleiter berichtete dem Minister von seinem eigenen Unterricht in der Klasse: er gibt dort das Fach Informatik und zwar auf Deutsch. Nicht nur der Informatikunterricht ist für die Schüler eine Besonderheit, sondern auch die Form des Team-Teachings. Bruder Saulius unterrichtet gemeinsam mit der deutschen Programmlehrerin Annette Quente, die von der ZfA ans Jesuitengymnasium vermittelt wurde.

Deutsche Sprache in Litauen stärken

Sie versicherte dem Außenminister im Gespräch, dass für sie die Arbeit am Jesuitengymnasium nicht nur eine tägliche Herausforderung sei, sondern ihr in erster Linie großen Spaß bereite. „Die neue bilinguale Klasse ist eine Initiative, die deutsche Sprache in Litauen wieder zu stärken“ erklärte Quente. Auch für die Heimatstadt der Deutschlehrerin interessierte sich der Minister. Quente kommt aus Erfurt und fühlt sich in Litauen außerordentlich wohl.

Der Besuch von Guido Westerwelle ist bereits der zweite wichtige Visite in diesem neuen Schuljahr. Im September gab Bundeskanzlerin Angela Merkel ein kurzes Gastspiel im neu eröffneten deutschen Schulzweig des Jesuitengymnasiums. Mit der Einrichtung dieses Zweiges als bildungspolitisches Vorzeigeobjekt erweitert die ZfA ihr Angebot für litauische Schüler. Das Jesuitengymnasium gehört zu den besten Schulen des Landes.

In Litauen fördert die ZfA acht Sprachdiplomschulen, an denen fünf vermittelte Lehrerinnen und Lehrer aus Deutschland unterrichten. Gemeinsam mit litauischen Deutschlehrern werden Schüler innerhalb des Deutschunterrichts auf die Sprachdiplomprüfung vorbereitet. Seit der Einführung des Deutschen Sprachdiploms in Litauen vor 13 Jahren haben über 1500 Schüler diese Prüfung bestanden.

19.11.2010
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen

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