Archiv 2010

Zu Gast bei Ministerpräsident Fayyad


Am 20.10. wurde den Schülerinnen der Schmidt-Schule in Ost-Jerusalem und ihren Gastschülerinnen der Kölner Ursulinenschule eine besondere Ehre zuteil: Sie waren zu einem persönlichen Termin mit dem Ministerpräsidenten der Palästinensischen Autonomiegebiete Salam Fayyad nach Ramallah eingeladen. Das Gespräch stellte den Höhepunkt in der gemeinsamen Projektwoche der Schülerinnen zum Thema „Brücken bauen“ dar.

Am 20.10. wurde den Schülerinnen der Schmidt-Schule in Ost-Jerusalem und ihren Gastschülerinnen der Kölner Ursulinenschule eine besondere Ehre zuteil: Sie waren zu einem persönlichen Termin mit dem Ministerpräsidenten der Palästinensischen Autonomiegebiete Salam Fayyad nach Ramallah eingeladen. Das Gespräch stellte den Höhepunkt in der gemeinsamen Projektwoche der Schülerinnen zum Thema „Brücken bauen“ dar.

Der Besuch beim Ministerpräsidenten war von Firas Yaghi, einem Schülervater, organisiert worden, der sehr gute Beziehungen zu der Autonomiebehörde und dem Ministerpräsidenten hat. Zur Einstimmung auf das Treffen mit dem Politiker bereiteten die palästinensischen Mädchen Vorträge zu verschiedenen Aspekten der Regierung und des politischen Systems in Palästina vor. So erhielten auch die deutschen Schülerinnen das nötige Hintergrundwissen. Danach wurden eigene Fragen an Salam Fayyad zum Projektthema des Austausches erarbeitet.

Neue Ansichten durch Austausch

Dann war der große Moment da: In Begleitung ihrer deutschen und palästinensischen Lehrer wurden sie vom Ministerpräsidenten der Palästinensischen Autonomiegebiete empfangen. In ihrer kurzen Ansprache berichteten die Schmidt-Schülerinnen von ihrem Brückenbau-Projekt zwischen den einzelnen Landesteilen wie auch „zwischen Reichen und Armen, Jungen und Alten, Männern und Frauen“ mit der Verpflichtung, „als Teil der palästinensischen Gesellschaft müssen wir den armen und jungen Menschen helfen, in der Lage zu sein, ihr Leben auf einem besseren Weg fortzusetzen“. Die deutschen Mädchen stellten vor allem fest, dass es für sie „eine große Chance ist, eine Innenansicht der hiesigen Situation zu bekommen“. Sie äußerten den Wunsch “auch die Perspektive eines Politikers kennen zu lernen“.

Dem kam Fayyad gerne nach. Zunächst beschrieb er, wie ein normaler Arbeitstag als Ministerpräsident aussieht und brachte dann den Mädchen recht anschaulich näher, warum selbst sehr nüchtern klingende Veranstaltungen für ihn eine große Bedeutung haben. Sein Beispiel war der „Tag der Statistik“, der mit einer Großveranstaltung in einem Hotel begangen wurde und der für ihn in diesem Fall ein Zeichen für die Entwicklung des palästinensischen Staatsapparates war. Außerdem lobte er die Jugend für deren Einfallsreichtum und Ideale, die immer wieder zu den notwendigen Veränderungen führen würden, die einen Staat verbessern.

Brücke von Köln nach Ost-Jerusalem

Die Ursulinenschule in Köln ist seit 2007 eine der beiden Partnerschulen in Deutschland, mit denen die von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes geförderte Schmidt-Schule in Ostjerusalem in regem Kontakt steht. Der Austausch findet jeweils in der 9. bzw. 10. Klasse statt. Die Schmidt-Schülerinnen fahren im Juni nach Köln und die Kölner statten den Gegenbesuch in Jerusalem im Oktober ab.

Die Schmidt-Schule in Ostjerusalem ist eine der 140 Deutschen Auslandsschulen, die das Bundesverwaltungsamt – Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) – betreut. Die ZfA verstärkt eine qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

19.11.2010
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen

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