Archiv 2010

Ostseewerkstätten auf der Kurischen Nehrung

Die Kontakte der Sprachdiplomschulen im Ostseeraum werden immer enger. Vom 14. bis 17. Oktober trafen sich 36 Schülerinnen und Schüler von Sprachdiplomschulen aus Litauen, Lettland und Russland in Nida, auf der litauischen Seite der Kurischen Nehrung. Dort bereiteten sie Präsentationen zu ostseespezifischen Themen vor.

Die Ostseewerkstätten sind Teil der Ostseeinitiative des Auswärtigen Amtes, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Zusammenarbeit zwischen den Sprachdiplomschulen und Deutschen Auslandsschulen an der Ostsee auszubauen und gemeinsame Unterrichtsmaterialien auf Deutsch zu entwickeln.

Dünenwanderung

Die begleitenden Lehrerinnen und Lehrer aus Litauen, Lettland und Russland boten thematische Workshops an und berieten die Präsentationsgruppen. Bei der von der Nationalparkbehörde sachkundig geleiteten Dünenwanderung wurde deutlich, wie einzigartig das Ökosystem am kurischen Haff ist.

Eine Mitarbeiterin der Hafenbehörde plädierte allerdings am nächsten Tag in einem kompetenten Vortrag für die Notwendigkeit der Hafenerweiterung. Die Aufgabe der Schülerinnen und Schüler war es nun, Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung gegeneinander abzuwägen.

Aufbereitung des Themas

Die Themen werden in die diesjährigen Pilotprüfungen des Deutschen Sprachdiploms einfließen, bei der die Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse der Ostseewerkstätten mündlich der Prüfungskommission vortragen werden. Die Pilotprüfungen dienen der Feinabstimmung der Prüfer bei der mündlichen Prüfung und sind zugleich die letzte Gelegenheit, den aktuellen Prüflingen den Ablauf der Prüfung vor Augen zu führen.

Schon im Vorfeld hatten die Jugendlichen die Gelegenheit, sich mit den Themen vertraut zu machen. Die Fachberaterin der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes in Litauen, Brigitte Grögor, hatte auf der PASCH-Lernplattform einen virtuellen Kursraum eingerichtet, der wichtige Informationen zu den Arbeitsgebieten bereitstellte, aber auch die Möglichkeit bot, sich selbst schon einmal vorzustellen. Nach der Rückkehr wurde der Kursraum gleich genutzt, um Fotos auszutauschen.

Ein Projekt begeistert

Die Ostseewerkstätten haben den Schülerinnen und Schüler offensichtlich großen Spaß gemacht. Sie äußerten sich begeistert über das Projekt der Ostseewerkstätten. Ein Schüler schrieb in den Evaluationsbogen: „Ich warte ungeduldig auf Ihre nächste Einladung!“ Ein anderer meinte: „Danke für alles. Das war toll!“

03.11.2010
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen

PASCH-net und Social Media