Archiv 2010

Gründung des Schulleiterverbandes der DSD-Schulen in China

Der chinesische Ort Xi’An ist vielen durch seine vor wenigen Jahren wiederentdeckte Terracotta-Armee bekannt. Vom 8. bis 10. Oktober war die ehemalige Kaiserstadt Schauplatz des Schulleitertreffens der 35 Sprachdiplomschulen in China.

Dabei wurde der Schulleiterverband der chinesischen Sprachdiplomschulen aus der Taufe gehoben. Mit dem neuen Verband soll die Zusammenarbeit im Rahmen des Deutschen Sprachdiploms (DSD) der Kultusministerkonferenz (KMK) erleichtert werden. Der Aufbau des DSD-Programms in China wird damit weiter vorangetrieben und der Erfahrungsaustausch unter den Schulleiterinnen und Schulleitern in China verbessert.

Der Gründung vorausgegangen waren vorbereitende Gespräche zwischen Regierungsstellen, Vertreterinnen und Vertretern von Bildungsministerien, Mitgliedern der deutschen China-Gesellschaft sowie Schulleitern und Fachberatern der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes. Die Auslandsvertretung in Peking und die KMK, vertreten durch ihren Generalsekretär Prof. Dr. Erich Thies, unterstützten ebenfalls die Gründung.

Rahmenprogramm

Ein dichtes Programm umrahmte das Treffen, das sowohl von deutscher Seite als auch von den chinesischen Gastgebern gestaltet wurde: Die deutschen Beteiligten stellten das neue Format des DSD vor, erläuterten seine Bedingungen und die Vorteile für die chinesischen Schüler, die erfolgreich daran teilnehmen.

Verteten waren unter anderem Mitarbeiter des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, die über den Studienstandort Deutschland und Stipendienmöglichkeiten informierten. Methodik und Didaktik des Fremdsprachenunterrichts standen ebenfalls auf der Tagesordnung wie Informationen über das Studienkolleg Karlsruhe, das sein Projekt, Elitestudenten im Bereich der Ingenieur- und Mathematikstudien auf das Studium vorzubereiten, präsentierte.

Einblicke in chinesische Schulen

Die chinesischen Schulleiter aus Xi’An öffneten ihre Schulen für die Besucher und boten Einblick in den chinesischen Schulunterricht: Sie zeigten ihren Deutschunterricht, Arbeitsergebnisse aus den Bereichen Tanz, Musik, Theater und Kalligraphie. „An chinesischen Schulen verbinden sich Disziplin und Kreativität, Freude am Lernen und Stolz auf ihre Schule – das war der Eindruck, den die Schüler aus Xi’An ihren Besuchern vermittelten“, berichtet Mechthild Spiegel, ZfA-Fachberaterin in Chengdu.

Prof. Dr. Thies lud die Schulleiter zum nächsten Treffen in einem Jahr ein. Wenn alles klappt, dann wird es ein Wiedersehen in Berlin geben: Deutschland, Land der Ideen, wird dann hautnah zu erfahren sein. Es gibt in Berlin zwar keine Terracotta-Armee, aber viel zu sehen, zu erfahren und zu erforschen in jedem Fall.

03.11.2010
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen

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