Archiv 2010

Solarautorennen in Südafrika

Die Deutsche Internationale Schule Johannesburg (DSJ) hat ein eigenes Solarauto entwickelt und damit am Solarautorennen in Südafrika teilgenommen. Die so genannte „South African Solar Challenge“ fand vom 23. September bis 2. Oktober statt. Zehn Tage lang reisten fünf begeisterte Mannschaften mit ihren Autos durch Südafrika – darunter das Team der DSJ.

Das Rennen, das sich über 4000 Kilometer erstreckt und alle zwei Jahre in Südafrika stattfindet, startete in Pretoria, führte bis Kapstadt und endete wieder am Ausgangspunkt. Der Organisator des Rennens, Winstone Jordaan, hatte zuvor an der DSJ sein Solarauto vorgestellt und damit bei einigen Schülern großes Interesse geweckt.

Mit ‚Sonnenbrand’ für erneuerbare Energien

So kam es dazu, dass sechs Schüler aus der Klasse 10 das DSJ Solar-Team bildeten. Innerhalb von fünf Monaten bauten sie das Auto mit Hilfe von einigen Eltern und Lehrern sowie mit Unterstützung des Hauptsponsors „Hiprom“. Ziel der Schüler war es, mit diesem Auto, das sie auf den Namen ‚Sonnenbrand’ tauften, erneuerbare Energie zu fördern, vor allem aber die Solarenergie. „Die Welt verändert sich. Umweltprobleme werden immer größer und es wird Zeit, die Menschen aufzuwecken und ‚grüner’ zu machen“, erklärt Dimitra Hiestermann, eine der Schülerinnen, die an der Leitung des Projekts beteiligt war.

Aber nicht nur die Umwelt wollten die Schüler fördern, sondern auch die Wissenschaft an der DSJ. „Wissenschaft und Technologie macht doch Riesenspaß! Mit diesem Auto können wir das den Schülern in unserer Schule zeigen”, meinte Christopher Pallamar, Teamleiter des DSJ Solar Teams.

Viel Erfahrung und spannende Erlebnisse

Das Rennen war ein Riesenerfolg. Es gab zwei internationale Mannschaften: eine von der Tokai Universität aus Japan, die als Sieger aus dem Rennen hervorging, und eine Mannschaft der Hochschule Offenburg aus Deutschland. Die DSJ nahm als einzige Schule am Rennen teil. „Wir haben viele nette Leute kennen gelernt, aber auch sehr hart gearbeitet. Wir hatten kaum Schlaf und waren den ganzen Tag unterwegs“, erzählt Dimitra. Nur dem Solarmobil der Tokai Universität gelang es, die volle Strecke zu fahren. Ihre Höchstgeschwindigkeit betrug 160 km/h. „Im Gegensatz zu ‚Sonnenbrand’ wog es viermal weniger und fuhr viel schneller. Unsere durchschnittliche Geschwindigkeit lag bei 40km/h“, ergänzt die Zehntklässlerin, die auch für die Öffentlichkeitsarbeit des Projektes zuständig war.

Das „South African Solar Challenge“ findet im Jahr 2012 wieder statt. „Wir hoffen auf wenigstens 10 Schulen, die mitmachen wollen“, so Winstone Jordaan. „Dieses Rennen war ein aufregendes Abenteuer und brachte dem gesamten DSJ Solar Team sehr viel Erfahrung und spannende Erlebnisse“, sagt Dimitra und ergänzt: „Wer weiß, vielleicht werden wir eines Tages die Gewinner sein.“

25.10.2010
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen

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