Archiv 2010

Sechs Litauer auf Deutschlandtour


Die sechs Teilnehmer des Wettbewerbes „Tanz auf den Wellen“ in Litauen kamen im Sommer 2010 in den Genuss eines vierwöchigen Deutschlandaufenthaltes.

Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes und die Deutsche Botschaft Vilnius hatten den Wettbewerb im Frühjahr 2010 ausgeschrieben. Im Rahmen seines Preisträgerprogramms lud der Pädagogische Austauschdienst (PAD) die Jugendlichen nun nach Deutschland ein.

„Die Zeit vom 7. Juli bis 6. August bleibt für immer in meiner Erinnerung, denn ich habe diese Zeit in Deutschland verbracht, dem Land, das so reich ist an Sehenswürdigkeiten“, schwärmt die 17-jährige Ugnė Milašiutė, die das Žemaitės-Gymnasium Schule in Telšiai besucht. Zusammen mit Aistė Povilaikaitė vom Jesuitengymnasium Vilnius, Milda Gvazdaitytė vom Rasos-Gymnasium Kaunas, Goda Verikaitė vom Jesuitengymnasium Kaunas, Mindaugas Milašius vom Žemyna-Gymnasium in Klaipėda und Sandra Kaziukonytė von der Gerosios Vilties Mittelschule in Vilnius nahm sie am Preisträgerprogramm teil.

Gemeinsamkeit: deutsche Sprache

Gemeinsam mit Jugendlichen aus El Salvador, Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden entdeckten die sechs litauischen Schülerinnen und Schüler die Bundesrepublik. „So viele verschiedene Leute, Nationalitäten und Meinungen“, staunt Aistė und ergänzt: „Aber wir alle haben mindestens ein Ding gemeinsam – es ist die deutsche Sprache!“

Neben Bonn und Köln standen die Städte Ravensburg, München und Berlin auf dem Programm. Über die Kultur und Geschichte Deutschlands haben die Jugendlichen viel erfahren. Unter anderem besuchten sie das Bonner „Haus der Geschichte“, den Kölner Dom, das Berliner Holocaust-Mahnmal und die Freie Universität Berlin. Aber auch landschaftlich bekamen die Mädchen einiges zu sehen. Aistė war am meisten von der Zugspitze beeindruckt: „Es war fast 3 Kilometer hoch und 0 Grad kalt! Manche Leute aus Gabun in Afrika haben das erste Mal Schnee gesehen!“

Sprachbühne Gastfamilie

In Ravensburg waren die Schüler bei Gastfamilien untergebracht und konnten damit authentisch am deutschen Alltagsleben teilhaben. „Ich finde, dass die Unterhaltung mit den Menschen in Ravensburg, vor allem in der Gastfamilie, mit deutschen Jugendlichen und Lehrern für mich die beste Sprachpraxis war“, sagt Ugnė.

Und auch die anderen Mädchen sind begeistert: „In diesem Monat habe ich nicht nur mein Deutsch verbessert, sondern so viele verschiedene Kulturen kennen gelernt, so viele intellektuelle Jugendliche gesehen, so viele deutsche Leute erlebt, die so offen gegenüber Ausländern sind“, sagt Aistė und Milda ergänzt: „Diese Reise regte mich an, meine Deutschkenntnisse zu verbessern. Sie eröffnete mir noch unbekannte Seiten von Welt, Menschen und mich selbst!“

30.09.2010
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen

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