Archiv 2010

Der Sommer in der Türkei


Zum ersten Mal war Eugenii Odajiu aus der Republik Moldau in der Türkei. Dort nahm er an einem Fußballcamp teil und sammelte zusammen mit anderen PASCH-Schülernviele neue Eindrücke .

Meine Ferien haben sehr gut begonnen. Ich bin mit meiner Lehrerin und meinem neuen Freund aus Chisinau in die Türkei geflogen. Meine ersten Eindrücke waren sehr gut. In Istanbul haben wir noch zwei Jungen aus Rumänien empfangen. Ein Junge ist mein Namensbruder. Er heißt auch Eugen. Der zweite Junge heißt Istvan. Im Flughafen haben wir einander kennen gelernt. Wir haben Deutsch und Rumänisch gesprochen. Wir haben einige Stunden im Flughafen gewartet und dann sind wir nach Trabzon geflogen. Es war meine erste Reise mit dem Flugzeug. Es war toll! Ich wollte neben dem Fenster sitzen. Die anderen hatten nichts dagegen. Es war sehr interessant von oben das Meer und die Schiffe zu beobachten.

Wir sind sehr spät in der Nacht angekommen und deswegen bin ich sofort schlafen gegangen. Morgens haben wir gefrühstückt und sind in die Schule gegangen. Es war nicht weit vom Hotel entfernt. Wir sind ungefähr 20 Minuten zu Fuß gegangen. Am ersten Tag hat man uns herzlich begrüßt und die Regeln erklärt. Wir sollten von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr in der Schule bleiben und wir durften den Schulhof nicht verlassen. Die Schule in Trabzon ist sehr groß und gut eingerichtet. Besonders beeindruckend sind das Fußballfeld und die Sporthalle. Das Fußballfeld sieht professionell aus. Das kann man mit Worten kaum beschreiben. So was habe ich in einer Schule nie gesehen. Ich war wirklich neidisch darauf. Hier bekommt man richtig Spaß, wenn man spielt.

Am Vormittag hatten wir Unterricht und am Nachmittag hatten wir Training und Fußballspiel. Am ersten Tag haben wir einen Test geschrieben und man hat uns in Gruppen geteilt. Ich war mit Istvan in einer Gruppe. Unsere Lehrerin heißt Zeliha. Jeden Tag haben wir verschiedene Aufgaben auf Deutsch gemacht. Zeliha hat uns auch in drei Gruppen geteilt. Ich war in einer Gruppe mit fünf türkischen Mädchen. Nach ein paar Tagen hat Zeliha vorgeschlagen nicht nur Deutsch, sondern auch Türkisch und Russisch, auch Ungarisch und Georgisch zu lernen. Wir hatten Unterricht bis 13.00 Uhr. Und die letzten 30 Minuten sollten wir den anderen Kindern aus der Gruppe unsere Muttersprache beibringen und sie sollten uns (mich, Istvan und noch ein Mädchen aus Georgien) Türkisch lehren. Alles wurde auf Deutsch erklärt. Am Ende des Kurses war ein Wettbewerb. Wir sollten auf Türkisch über uns erzählen: unseren Namen nennen, unser Alter, unsere Hobbys und wir sollten etwas zählen. Und die türkischen Kinder aus unseren Gruppen sollten das gleiche auf Russisch machen. Leider habe ich nur den zweiten Platz belegt. Es mussten einige Aufgaben erledigen. Ich sollte die Namen der Mädchen, mit denen ich gelernt habe, nennen. Ich habe leider zwei Namen gewechselt. Aber für mich war es wirklich schwer, weil ihre Namen sehr ungewöhnlich sind. Istvan hat gewonnen. Aber wir haben so gut türkisch gesprochen, dass ich mit Istvan am letzten Tag bei der Abschiedsparty einen Dialog auf Türkisch vorgespielt.

Am Nachmittag konnten wir auch Tischtennis, Tischfußball oder Billard spielen. Das war auch super. Alle Menschen waren sehr nett. Sie haben immer gefragt, ob wir etwas brauchen.

An einem Tag nach dem Unterricht und nach dem Training sind wir (nur unsere internationale Gruppe aus Moldova, Rumänien und Georgien) ans Meer gefahren. Wir waren eine Stunde dort. Es war für mich auch sehr toll, weil ich zum ersten Mal schwarzen Sand gesehen habe. Wir sind viel geschwommen und haben im Wasser gespielt.

Sehr schön waren auch die Ausflüge. Wir waren in einem Bergkloster und an einem See. Er heißt Usungöl und ist einer der längsten Seen. Das alles befindet sich in den Bergen und es war wirklich toll! In Moldova gibt es keine Berge und für mich war es ganz neue Erlebnisse. Das Bergkloster ist ein orthodoxes Kloster und das war auch ganz ungewöhnlich.

Die Türkei unterscheidet sich sehr von unserem Land. Was für mich besonders neu war, dass die Frauen die Kopftücher tragen und dass man fünfmal am Tag beten soll. Überall in der Stadt sind Moscheen mit Lautsprechern. Und fünfmal am Tag, aber auch in der Nacht singt man und die Menschen beten.

An einem Tag haben wir das Spiel Lehrer gegen Schüler gespielt. Es war auch sehr spannend. Natürlich haben die Schüler gewonnen, aber es war sehr lustig.

Diese Reise war wirklich toll! Ich habe jetzt sehr viele Freunde aus der Türkei und aus Georgien und aus Rumänien. Ich hoffe, dass wir uns wieder einmal sehen werden. Ich möchte für diese schöne Reise und für diese unvergesslichen Eindrücke vielen vielen Dank sagen.

30.08.2010
Quelle: Odajiu Eugenii

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