Archiv 2010

Zehn Jahre Deutsch-Ungarische Abteilung in Baja


Seit einer Dekade gibt es ein Abkommen über die schulische Zusammenarbeit. Dadurch können Schüler/innen am UBZ mit einer Prüfung das ungarische und zugleich das deutsche Abitur erwerben.

Wenn das kein Grund zum Feiern ist! Das sah auch Helmut Seiler, deutscher Leiter des Ungarndeutschen Bildungszentrum (UBZ) und Schulkoordinator für Mitteleuropa der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) so und lud neben der gesamten Schulfamilie zahlreiche prominente Gäste zu einem Festakt in die Schule ein. Er würdigte die „konsequente inhaltliche und geistige Aufbauarbeit, der eine lange, einmalige und beispiellose Pionierarbeit voranging. Lehrpläne und Lerninhalte mussten zusammengeführt oder neu entwickelt, Entscheidungsträger von der Richtigkeit des zukunftsweisenden Konzepts überzeugt werden“, so der von der ZfA des Bundesverwaltungsamtes vermittelte Schulleiter.

Lernen fürs Leben

Dass sich das Konzept bewährt hat, stellte auch der damalige Unterzeichner des Abkommens für die deutsche Seite fest: „Ich bin völlig überzeugt, dass hier die besten Voraussetzungen für das Lernen fürs Leben geschaffen wurden“, erklärte der ehemalige Leiter der Kulturabteilung im Auswärtigen Amt, Dr. Adalbert Spiegel.

Joachim Lauer, Leiter der ZfA würdigt die erfolgreiche Bildungsarbeit der UBZ: „Aus Ihren Abiturienten werden überzeugte Europäer, für die Offenheit, Toleranz und Gemeinschaftsverständnis selbstverständlich sind“. Lauer blickte auch in die Zukunft. Er kündigte eine Vereinbarung zwischen dem ungarischen Bildungsministerium, der Kultusministerkonferenz und der ZfA an. Danach wird das Deutsche Sprachdiplom der Stufe I als Regelprüfung an allen Schulen mit Deutschunterricht in der Aufsicht der einheimischen Lehrkräfte und Behörden eingeführt. „Nach Frankreich ist Ungarn dann das zweite Land, mit dem eine solche Vereinbarung geschlossen wird. Das zeigt deutlich, wie eng die schulische Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern mittlerweile ist und wie erfolgreich Lehrerentsendeprogramm und Schulabkommen waren und sind“ resümierte Lauer.

UBZ als Leuchtturm

Auch aus der ungarischen Wirtschaft gab es Komplimente. Péter Löre, Leiter der Unternehmenskommunikation und der Regierungsbeziehungen bei Audi Hungaria Motor AG sieht im UBZ einen „einen Leuchtturm mit besonderer Signalwirkung. Das zu Grunde liegende Abkommen sichert der Schule international anerkannte Standards und ist gleichzeitig Garant für die Attraktivität seines Bildungsangebots“.

Die Deutsch-Ungarische Abteilung am Ungarndeutschen Bildungszentrum Baja ist eine der 135 Deutschen Auslandsschulen, die das Bundesverwaltungsamt – Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) – betreut. Die ZfA verstärkt eine qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

04.08.2010
Textquelle: „Batschkaer Spuren“
Alle Zitate sind wörtlich der Textquelle entnommen

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