Archiv 2010

„Die anderen sind doch nicht so anders!“ – PASCH-Erlebnis in Afrika


Die neongrünen Mützen lassen erkennen, wer Teilnehmer an dem PASCH-Erlebnis Fußball WM 2010 ist. Aus vielen afrikanischen Ländern sind die Jugendlichen zusammen gekommen, die am 23. Juni im Goethe-Institut Johannesburg präsentieren, was sie während ihrer gemeinsamen Zeit in Musik- und Theaterworkshops erarbeitet haben.

Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie Deutsch sprechen, Deutsch lernen: in Partnerschulen der Bundesrepublik Deutschland. Zwei der teilnehmenden Schüler kommen aus der DSD-Schule Wartburg-Kirchdorf in KwaZulu-Natal, Südafrika. Beide erzählen begeistert von dem abwechslungsreichen Programm: „Ich fand das BMW-Werk am tollsten. Da haben wir gesehen, wie ein Auto entsteht“, sagt Ralph. Und Karin ist noch immer begeistert von dem riesigen Vergnügungspark bei Johannesburg: „Gold Reef City, das war einfach super!“

Auch afrikanische Vergangenheit und Gegenwart wurden in Museumsbesuchen thematisiert, man machte gemeinsam Musik mit Frank Dellé (Berlin Grooves), konnte unter Anleitung eines DFB-Trainers Fußball spielen. Und die Jugendlichen wurden zu einer Gruppe, nachdem sie sich zunächst noch fremd gegenüber gestanden hatten. „Manche waren sooo schüchtern, die haben sich kaum getraut, mit uns noch Unbekannten zu sprechen.“ Aber Barrieren wurden bald überwunden, wie Ralph und Karin erzählen. „Besonders beim Theater spielen ging es ganz leicht: vormachen, nachmachen, Zeichen wahrnehmen und geben – das hat funktioniert.“

Und bald sprachen die Jugendlichen auch miteinander, denn: „… die sind gar nicht so anders, auch wenn sie aus einer anderen Kultur kommen. Manche Sachen machen wir alle gleich gern, Sport, Tanzen, Shoppen.“ Man möchte in Kontakt bleiben: „Wir werden uns auf Facebook treffen und austauschen – natürlich auf Deutsch.“

Die Präsentationen des Abschlusstags sind eindrucksvoll. Die Jugendlichen haben ihre Eindrücke aber auch täglich in einem gemeinsamen Tagebuch festgehalten. Und dies geht jetzt auf Reisen: Ein Koffer und eine Weltkarte stehen für das Projekt des Auswärtigen Amtes „Echo 2010. Die deutsche Sprache geht auf Reisen“. In Südafrika wird der Koffer seiner Bestimmung übergeben, er soll sich aber in weiteren Regionen der Welt füllen. Von hier aus fliegt er nach China, weiter geht es nach Brasilien, in die USA und immer weiter, bis er schließlich im Dezember in Berlin ausgepackt wird. Auf den Inhalt darf man gespannt sein!

30.06.2010
Quelle: Gisela Fasse, Fachberaterin Südafrika

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