Archiv 2010

Berufsschulleiter Deutscher Auslandsschulen in Köln


Vom 17. bis 21. Mai folgten die Leiter der Berufsbildenden Zweige der Deutschen Auslandsschulen einer Einladung der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes. Kernthema ihrer diesjährigen Tagung in Köln war die zukunftsorientierte Ausbildung an diesen Schulen.

Der professionelle Umgang mit lernsituationsorientierter Unterrichtgestaltung und deren Umsetzung in den unterschiedlichen Landessituationen war inhaltlicher Schwerpunkt der Fachtagung. In diesem Zusammenhang entwickelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Ideen für E-Learning-Module und gemeinsame Projekte wie z.B. virtuelle Klassenzimmer. Die Vernetzung der Berufsbildenden Zentren spielt in einer am Markt ausgerichteten Ausbildung eine wichtige Rolle.

Kooperationen zwischen Schule und Wirtschaft

Der gegenseitige Austausch der zwölf Leiter zu Best-Practice-Projekten stand ebenfalls im Fokus. Dazu gehörte z.B. das Projekt der Humboldt-Schule ein Sao Paulo, die gemeinsam mit brasilianischen allgemeinbildenden Schulen ein Wirtschaftsprojekt durchführt. Pädagogisches Qualitätsmanagement im Berufsschulbebreich, der professionelle Umgang mit veränderten Lehrplänen sowie Lernortkooperationen waren Teil der Agenda.

Barbara Fabian von der DIHK in Brüssel diskutierte mit Teilnehmern über mögliche Intensivierungen der Zusammenarbeit zwischen den Berufsbildenden Zentren und den Auslandshandelskammern. In diesem Zusammenhang stellten die Pädagogen die Beiträge ihrer Schulen für den DIHK-Wettbewerb für Deutsche Auslandsschulen „Schüler bauen weltweit Brücken“ vor. Die Preisverleihung findet im Rahmen der AHK-Weltkonferenz am 8. Juni 2010 in Berlin statt.

Das berufsbildende Angebot

Welche berufsbildenden Angebote gibt es an den Deutschen Auslandsschulen? An 12 Standorten wird eine von dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag anerkannte deutsche duale Ausbildung angeboten. Dort können junge Menschen z.B. zum Kaufmann für Spedition- und Logistikdienstleistung, zum Industriekaufmann oder auch zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel ausgebildet werden. In Kooperation mit den dualen Partnern, den Ausbildungsbetrieben, legen die Prüflinge nach 2 bzw. 2,5 Jahren eine Abschlussprüfung nach deutschen Rahmenbedingungen ab. „Diese frischgebackenen Berufanfänger sind beliebt bei deutschen Unternehmen im Ausland und auch bei Firmen des Gastlandes,“ erklärt Wiebke Gröhn, in der ZfA für die Berufsbildenden Zweige an Deutschen Schulen im Ausland zuständig. „Sie sind nicht nur fachlich fit, sondern beherrschen dank ihrer bilingualen Ausbildung an den Deutschen Auslandsschulen deutsch, englisch und die Sprache des Gastlandes sicher“.

02.06.2010
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen

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