Archiv 2010

Kulturweit: Start in die zweite Runde


Die ersten 100 Rückkehrer des Freiwilligendienstes „kulturweit“ trafen sich vom 24. bis 28. Februar zu einem Seminar in der Nähe von Berlin. Dort teilten sie ihre Erfahrungen mit 130 neuen Freiwilligen, die sich auf ihren bevorstehenden Einsatz vorbereiteten. Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle verabschiedete die zweite „kulturweit“-Generation, die Anfang März ihren sechsmonatigen Aufenthalt an einer kulturellen Einrichtung im Ausland antrat, persönlich.

„kulturweit“ ist ein an das Freiwillige Soziale Jahr angelehnter Freiwilligendienst, der seit 2009 von der Deutschen Unesco-Kommission durchgeführt und vom Auswärtigen Amt gefördert wird. In Zusammenarbeit mit anderen Partnern wie der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) im Bundesverwaltungsamt, dem Goethe-Institut, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und dem Pädagogischen Austauschdienst (PAD) können junge Menschen zwischen 18 und 26 Jahren für 6 bis 12 Monate Kultureinrichtungen in aller Welt kennen lernen. Auch die vom Bundesverwaltungsamt (Abteilung Zentralstelle für das Auslandsschulwesen) geförderten Deutschen Auslandsschulen und Schulen der Gastländer mit erweitertem Deutschunterricht bieten interessante Einsatzmöglichkeiten. Die Einsatzstellen befinden sich in so genannten Entwicklungsländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas sowie in Staaten Mittel- und Südosteuropas.

„1400 Bewerber auf 200 Plätze – das ist schon eine stolze Bilanz für den ersten Durchlauf von ‚kulturweit’“, freut sich Cornelia Last-Wyka, die von Seiten des Bundesverwaltungsamtes (Abteilung Zentralstelle für das Auslandsschulwesen) den Freiwilligendienst betreut. Die Resonanz falle bisher durchweg positiv aus. „Ich wollte eigentlich nicht nach Russland, aber jetzt bin ich froh, dass ich genau an diese Schule gekommen bin“, sagt eine Rückkehrerin zufrieden. Ein anderer berichtet stolz: „Ich durfte sogar schon alleine unterrichten!“ Die Einsatzmöglichkeiten sind so vielfältig wie die Länder: Von der Homepagepflege über die Mitarbeit bei Theaterprojekten bis hin zu handwerklichen Tätigkeiten können die Freiwilligen in unterschiedlichster Weise ihre Talente einsetzen. Es gibt außerdem die Möglichkeit, seinen Zivildienst während eines zwölfmonatigen Aufenthaltes abzuleisten.

Mit Workshops zu interkultureller Kompetenz, globalem Handel und anderen Themen wurden die neuen Freiwilligen auf ihren Einsatz vorbereitet. Bei den Rückkehrern standen die Reflektion des Erlebten sowie ihre Zukunftspläne im Vordergrund. Das Bundesverwaltungsamt (Abteilung Zentralstelle für das Auslandsschulwesen) informierte die Teilnehmer über spätere Einsatzmöglichkeiten im Auslandsschuldienst. „Viele der Freiwilligen interessieren sich für ein Lehramtsstudium oder haben dieses bereits begonnen“, erklärt Last-Wyka. „Was kann besseres passieren, als wenn ein Lehrer, der ins Ausland vermittelt wird, bereits erste Erfahrungen an einer Schule im Ausland sammeln konnte?“, fügt sie hinzu.

26.04.2010
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen

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