Archiv 2010

Grundsteinlegung in Addis Abeba


Nach langjähriger Vorbereitung und Planung war es am 20. Februar endlich soweit: Der Deutsche Botschafter Dr. Knoop legte den Grundstein für den Neubau der Grundschule an der Deutschen Botschaftsschule Addis Abeba (DBSAA). Damit kann die Schule wieder an ihre erfolgreiche Vergangenheit anknüpfen.

In den 60er und 70er Jahren zählte die 1926 gegründete Schule zu den größten Deutschen Auslandsschulen in Afrika. Durch die politischen Umwälzungen Mitte der 70er Jahre wurde sie jedoch enteignet und äthiopischen Schülern der Schulbesuch untersagt. Damit war auch der Abbau der gymnasialen Oberstufe verbunden. Die Schule zog auf das Gelände der Deutschen Botschaft und benannte sich um in „Deutsche Botschaftsschule Addis Abeba“. Erst ein erneuter politischer Wandel in Äthiopien ließ eine Veränderung zu: Nachdem der äthiopische Staat Ende der 80er Jahre ein Grundstück zur Kompensation für die Enteignung angeboten und die äthiopische Regierung mit dem Auswärtigen Amt ein Abkommen zur kulturellen Zusammenarbeit geschlossen hatte, konnten die Planungen für einen Neubau beginnen. Im Jahr 2000 war das neue Schulgelände bezugsfertig.

„Durch die Teilnahme am Pilotprojekt der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) im Bundesverwaltungsamt führten wir ab 2003 das Gemischtsprachige International Baccalaureate (GIB) ein und konnten wieder eine gymnasiale Oberstufe anbieten“, berichtet Schulleiterin Monika Biegel rückblickend. 2007 ermöglichte das „Memorandum of Understanding“ zwischen dem Auswärtigen Amt und dem äthiopischen Erziehungsministerium die Wiederaufnahme äthiopischer Schüler an der DBSAA. „Wie sehr das dem Wunsch äthiopischer Eltern entsprach, zeigt sich deutlich an der großen Nachfrage nach einem Schulbesuch an der DBSAA“, sagt Biegel.

Der Vorsitzende des Schulvereins Gerhard Mai, Botschafter Dr. Knoop und Schulleiterin Monika Biegel bedankten sich bei allen Beteiligten und betonten, wie wichtig der Neubau der Grundschule für die erfolgreiche Wiederöffnung der Schule für äthiopische Schüler ist. „Damit befindet sich die DBSAA auf dem besten Weg, an die alten, erfolgreichen Zeiten anzuknüpfen und ihren Beitrag für den interkulturellen Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Äthiopien und Deutschland zu leisten“, erklärt Monika Biegel zufrieden. Dass die Schüler und Kindergartenkinder diese Zusammenarbeit bereits praktizieren, zeigt sich daran, dass sie am Ende der Veranstaltung das Baugelände kunterbunt für sich „erobert“ hatten.

23.04.2010
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen

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