Archiv 2010

Die Deutsche Schule Oslo wird deutsch-norwegisch


Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Oslo, Detlev Rünger, und der Generalsekretär im norwegischen Außenministerium, Bjørn Grydeland, unterzeichneten das bilaterale Schulabkommen am 26. Februar 2010.

Am 26. Februar 2010 haben der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Oslo, Detlev Rünger, und der Generalsekretär im norwegischen Außenministerium, Bjørn Grydeland, ein bilaterales Schulabkommen unterzeichnet mit dem die Schule in eine deutsch-norwegische Begegnungsschule umgewandelt wird. Premierminister Stoltenberg und Bundeskanzlerin Merkel hatten das Projekt persönlich unterstützt und Außenminister Jonas Gahr-Støre hat sich im norwegischen Parlament am 19.11.2009 für das Vorhaben eingesetzt.

Die Absolventen der Schule werden künftig bereits nach Abschluss des 12. Schuljahres die deutsche und die norwegische Hochschulzugangsberechtigung gleichzeitig erwerben. Mit der Inkraftsetzung des bilateralen Schulabkommens werden die Schulgelder erheblich gesenkt. Künftig findet in der Schule Fachunterricht auf norwegisch und deutsch statt. Alle Absolventen werden drei Sprachen beherrschen: norwegisch, deutsch und englisch. Die Schule hat sich in 30 Jahren einen ausgezeichneten Ruf erworben und bei verschiedenen landesweiten Vergleichsprüfungen beste Plätze belegt, zum Beispiel den 1. Platz in Mathematik in der 8. Klasse 2008.

Die Deutsche Schule Oslo 'Max Tau', benannt nach dem 1976 in Oslo verstorbenen deutsch-jüdischen Schriftsteller und Verleger, wurde vor 30 Jahren auf Initiative von interessierten Eltern gegründet. Anfangs hatte sie 10 Schüler und war im Keller der Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache in Norwegen untergebracht. Heute betreut die Schule 222 Schüler in den Klassen 1 bis 12 sowie 75 Kinder im Kindergarten. 60 % der Kinder haben die norwegische Staatsangehörigkeit.

Die Schule ist eine Privatschule und wird von einem Schulverein nach norwegischem Recht getragen. Dies sichert den Eltern weitgehende Mitspracherechte im Schulbetrieb.

Die Deutsche Schule liegt heute zentral in Oslo in der Sporveisgate. Die Schule will wachsen und Kindern auch künftig die bestmögliche Bildung für ihre Zukunft in einer zusammenwachsenden Welt gewähren. Das nächste große Vorhaben ist der Bau eines neuen, großen und attraktiven Schulgebäudes in guter Lage.

Die Deutsche Schule Oslo ist eine der Partnerschulen, die die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) betreut. Im Rahmen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ verstärkt die ZfA eine qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

12.03.2010
Quelle: Deutsche Botschaft Oslo

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