Archiv 2009

PASCH-Plakette für Schmidt-Schule Ost-Jerusalem


Nun prangt sie am Eingang und stellt einen frischen Farbtupfer in der 123jährigen Geschichte der Schmidt-Schule in Ost-Jerusalem dar: die Plakette der Partnerschulinitiative (PASCH). Verliehen wurde sie der Deutschen Auslandsschule vom Präsidenten des Bundesverwaltungsamtes (BVA), Dr. Jürgen Hensen.

Begleitet wurde er von Stefan Krawielicki, Leiter des Auslandsschulreferats im Auswärtigen Amt (AA), und von Joachim Lauer, Leiter der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) im BVA, die am 4. November der Schule einen Besuch abstatteten.

Dr. Hensen, der auch für das Auslandsschulwesen zuständig ist, würdigte in seiner Ansprache die Entwicklung der Schule, die in wenigen Jahren wieder an ihre deutschen Ursprünge anknüpfte. In kurzer Folge erhielt sie die Prüfungsberechtigung zum Deutschen Sprachdiplom, den Status als Deutsche Auslandsschule, aus Deutschland vermittelte Lehrkräfte und baute feste Partnerschaften mit Schulen in Deutschland auf. „Sie alle können stolz sein auf Ihre Schule, auch darauf, dass Schülerinnen und Schüler hier seit 2008 die Deutschen Internationale Abiturprüfung (DIAP) ablegen können“, so Dr. Hensen.

Hohes Unterrichtsniveau

Schulleiter Nikolaus Kircher begleitete die Delegation. Ein Rundgang durch das Schulgebäude und kurzer Meinungsaustausch mit dem Leitungsteam eröffneten das Programm. In einem Pausengespräch mit dem Lehrerrat und den vermittelten deutschen Lehrkräften wurde die Unterrichtssituation der Schule erörtert. „Bei einem Unterrichtsbesuch in einer Deutsch-als-Fremdsprache-Klasse erhielten wir einen guten Eindruck vom hohen Leistungsniveau der Schule,“ resumiert Krawielicki.

Höhepunkt des Besuchs war die Verleihung der PASCH-Plakette durch den BVA-Präsidenten. Gemeinsam freuten sich darüber Vertreter des Schulträgers, die Lehrerinnen und Lehrer und vor allem die Schülerinnen und Schüler. „Damit dokumentiert unsere Schule auch nach außen, dass sie Teil des aus rund 1400 Partnerschulen bestehenden weltweiten Netzwerkes ist“, stellt Kircher zufrieden fest.

Weltweit vernetzt dank PASCH

Seit PASCH hat sich einiges verändert: „So erreichen uns z.B. Mails von Deutschschülern aus Kasachstan und Guatemala, wir nahmen mit der Pflanzung eines Ölbaums an dem Projekt „Green Wave“ teil und wir sind in das Informationsnetz von PASCH eingebunden, was gerade in der isolierten Situation im palästinensischen Ostteil Jerusalems ein Stück Freiheit und Weite bedeutet,“ fasst der Schulleiter nur einige der Vorteile der Partnerschulinitiative zusammen.

Auch in eineren weiter Initiative des Auswärtigen Amtes ist die Schmidt-Schule gut eingebunden: Bei einem palästinensischen Imbiss auf der Dachterrasse der Schule entwickelte sich ein lebhaftes Gespräch mit Schülern und den Volontären des AA-Freiwilligendienstes „kulturweit“. Die drei jungen Menschen aus Deutschland sind seit Beginn des Schuljahres an der Schule unter anderem in den Bereichen Medien, Musik, innerschulische Demokratie und Hausaufgabenbetreuung tätig. Die Volontäre sind begeistert bei der Arbeit und fassten ihren bisherigen Eindruck so zusammen: „Da die Zusammenarbeit mit dem Schulleiter ausgezeichnet klappt und er uns in unseren Aktivitäten unterstützt, warten täglich spannende Aufgaben auf uns.“

Fördermittel gut angelegt

Der Besuch der Schmidtschule in Ost-Jerusalem war Teil einer Reise, bei der sich die Delegation ein umfassendes Bild von den vielfältigen Auslandsschulaktivitäten in der Region Nahost machte. „Neben Visiten der Deutschen Schulen Talitha Kumi, Abu Dhabi, Sharjah und Dubai standen auch zahlreiche Gespräche mit Partnern der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik auf der Agenda“, berichtet Joachim Lauer. Dazu gehören neben den verschiedenen deutschen Auslandsvertretungen auch das Goethe-Institut in Ramallah und die ZfA-Fachberaterin der Region, Veronika Landwehr. Zufrieden zieht der Leiter der ZfA Bilanz: „Unsere Fördermittel sind in den Deutschen Schulen dieser Region sehr gut angelegt!“.

11. Dezember 2009

PASCH-net und Social Media