Archiv 2009

DAAD-Stipendiaten-Seminar

Vom 3. bis 5. Dezember 2009 kommen 163 Geförderte aus 44 Ländern in Berlin zusammen.

Während des Berliner Treffens lernen sich die Neustipendiat/inn/en untereinander kennen, werden mit dem DAAD und den Details des Stipendienprogramms vertraut gemacht und besuchen die Freie Universität Berlin. Programmhöhepunkte sind zudem eine Begegnung mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages am 3. Dezember sowie am 4. Dezember ein Gesprächs- und Fototermin im Auswärtigen Amt. Dort wird die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Frau Cornelia Pieper, die DAAD-Geförderten begrüßen. Ein Abendessen im festlichen Rahmen sowie am Folgetag eine Stadterkundungsfahrt durch Berlin runden das Programm ab.

Von A wie Albanien bis V wie Venezuela

Größer denn je ist in diesem Jahr die Zahl der DAAD-Stipendiat/inn/en im Programm für die besten Absolvent/inn/en von deutschen Schulen im Ausland. Zum Wintersemester 2009/10 haben 163 junge Leute mit dem Studium in Deutschland begonnen. Von Deutschen Auslandsschulen kommen rund 30%, Sprachdiplomschulabsolvent/inn/en stellen 70% der Stipendiat/inn/en. Beide Gruppen zusammen kommen aus 44 Ländern weltweit – von A wie Albanien bis V wie Venezuela.

Entsendestärkste Regionen sind die Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) mit gut 33%, Mittel-, Ostund Südosteuropa mit 30% und Lateinamerika mit 16%. Nominierungen aus den GUS-Staaten waren 2009 erstmals möglich. Denn aufgrund der dortigen Schulstruktur wird kein Abschluss erworben, der die direkte Studienaufnahme erlaubt. Die Stipendiat/inn/en aus diesen Ländern – 60% verteilen sich auf die Herkunftsländer Georgien, Kirgisistan, Russland und Ukraine – absolvieren daher i.d.R. zunächst ein Jahr Studienkolleg. Der DAAD hat dazu mit den fünf Kollegs in Berlin (FU), Marburg, Karlsruhe, Heidelberg und München besondere Vereinbarungen getroffen.

Mehrzahl an Stipendiatinnen

Unter den Neulingen im DAAD-Stipendienprogramm sind junge Damen mit 64% gegenüber ihren männlichen Mitstipendiaten, die 36% ausmachen, deutlich in der Mehrzahl. Das Fächerspektrum ist breit gestreut. Neben den schon immer stark im Programm vertretenen Ingenieursdisziplinen mit 25% sind in diesem Jahr angehende Geisteswissenschaftler mit 27% stark vertreten. Ihre Zahl ist so groß wie nie zuvor. Beide zusammen machen gut die Hälfte aller Neustipendiat/inn/en aus. In etwa gleicher Größe folgen sodann die Fächergruppen Wirtschaftswissenschaften mir rund 15%, Medizin mit 14%, und die Naturwissenschaften mit 13% aller gewählten Studienfächer. Zu nennen sind aber auch einige „exotische“ und bislang kaum im Programm vertretene Studienfächer wie Archäologie, Film- & Fernsehregie, Forstwirtschaft, Tourismus und Innenarchitektur/Design.

Mit dem Seminar bietet der DAAD den zum Wintersemester neu Aufgenommenen eine Unterbrechung des ernsten Studienlebens. Die Erfahrung zeigt, dass die hierbei geknüpften Kontakte sehr positive Effekte haben. Das Netzwerk der Geförderten wird auch durch die Anwesenheit von 17 bereits länger im Programm Studierenden gestärkt. Sie haben sich bereit erklärt, als Mentorinnen und Mentoren zu fungieren und werden den Neustipendiat/inn/en mit Rat und Tat im deutschen Alltags- und Studienleben zur Seite stehen.

3. Dezember 2009

PASCH-net und Social Media