Archiv 2009

Fünf Tage, fünf Städte, fünf Shows – Jennifer Rostock erobert Brasilien


Die Frage, ob junge deutsche Musik, die auch noch auf Deutsch gesungen wird, sich im Ausland behaupten kann, kann zumindest in Brasilien mit einem eindeutigen „Ja“ beantwortet werden. Jennifer Rostock, die junge deutsche Rock-Band, die im Rahmen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ Anfang Oktober (5.10 bis 9.10) in fünf brasilianischen Großstädten vor einem großen Publikum auftrat, eroberte die Herzen der Zuschauer im Sturm.

In Porto Alegre gab Jennifer Weist, die Sängerin, sogar auf der Bühne zu, dass sie so eine Begeisterung noch nicht erlebt hätte. Trotz strömendem tropischen Regen erschienen mehr als 1.000 Schüler, Eltern, Lehrer und Musikinteressierte im wunderschönen Teatro Bourbon Country, um einen Musikabend zu erleben, den sie so schnell nicht wieder vergessen werden.

In Sao Paulo, wo der Generalkonsul Heinz-Peter Behr die Band ankündigte, war die Begeisterung nicht geringer. Nach dem Konzert wurden Poster der Band von der Wand genommen – so wollten sich einige der etwa 1.200 erschienenen Fans ein Erinnerungsstück an diesen Abend verschaffen.

Rio de Janeiro war die nächste Station. Dort empfingen die Cariocas (so werden die Einwohner von Rio de Janeiro genannt) die Band mit ihrer gewohnten Fröhlichkeit – die Schüler tobten und sangen beim Song Himalaya mit. „Die Kulisse war traumhaft“ schwärmte Alex, der Gitarrist der Band. Er bezog sich auf den Arco da Lapa, eine Sehenswürdigkeit der Stadt, an dem sich die berühmte Freilichtbühne Circo Voador befindet.

„Florianópolis war der Hammer“ so Schlagzeuger Baku, die Halle war mit über 1.000 Leuten rappelvoll. „Mag sein, dass Blumenau das Oktoberfest gerade hat“, stand in der lokalen Zeitung, „wir haben aber Jennifer Rostock.“ Die Schüler kamen aus verschiedenen Ecken des Bundesstaates mit hoher deutscher Einwanderungsquote, und sie rockten, was das Zeug hielt.

Selbst in Salvador, deren Bewohner eigentlich eher auf afro-brasilianische Rhythmen stehen, stand am nächsten Tag in der größten lokalen Zeitung: „Schade, dass nur Eingeweihte am Konzert teilgenommen haben. Die Qualität der Band ist hervorragend. Sie hätte das Zeug, die Massen der Stadt zu begeistern“.

Vielen Dank an Jennifer Rostock und an alle Beteiligten, die sich vom Enthusiasmus, den die Musik erzeugt, haben anstecken lassen!

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26. Oktober 2009

PASCH-net und Social Media