Archiv 2009

Unterricht auf der Straße – Geschichtsprojekt an der Willy-Brandt-Schule Warschau


Eine Schulstunde der besonderen Art wartete am 1. September auf die Schülerinnen und Schüler der Deutschen Schule Warschau – aber auch auf die Passanten, die an diesem Tag in der Warschauer Innenstadt unterwegs waren.

70 Schulbänke waren in der Krakowskie-Przedmieście-Straße zum öffentlichen Unterricht aufgestellt. Wissenschaftler, Journalisten und Politiker schlüpften in die Lehrerrolle und boten Schulstunden für Schüler und Passanten in verschiedenen Fächern an.

Das „Haus der Begegnung mit der Geschichte“ hatte die Aktion organisiert, um an den 1. September vor 70 Jahren zu erinnern, als die deutsche Armee in Polen eingefallen ist. Mit dem Motto „Öffentlicher Unterricht – (un)unterbrochene Lektionen“ machte das Haus darauf aufmerksam, dass der Unterricht damals wegen des Kriegsbeginns unterbrochen werden musste. Dort wo einst zerstörte Häuser standen, saßen nun Schüler, Warschauer Bürger und Touristen auf Schulbänken: Eine spannende Angelegenheit für alle.

Die Schülerschaft der Willy-Brandt-Schule Warschau besteht in etwa je zur Hälfte aus polnischen und deutschen Schülern. Die Begegnungsschule ist eine der Partnerschulen, die die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) betreut. Im Rahmen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ verstärkt die ZfA eine qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

13. Oktober 2009

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