Archiv 2009

Schulqualität an Deutschen Auslandsschulen weiter entwickeln – Prozessbegleiter-Tagung in der ZfA


Wie können die Deutschen Schulen im Ausland ihre Qualität systematisch ausbauen? Um sie darin zu unterstützen, hat die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) vor einem Jahr zehn Prozessbegleiterstellen eingerichtet. Vom 13. bis 17. Juli kamen die Schulentwicklungsexperten zu einem Workshop in die ZfA.

Die Prozessbegleiter wurden dort über die neusten fachlichen Entwicklungen in der Auslandschularbeit informiert. Dazu gehörte z.B. der aktuelle Sachstand in Deutsch als Fremdsprache und im Deutschsprachigen Fachunterricht. Fortbildungsansätze wie z.B. die (selbstgesteuerte) Videoanalyse im Rahmen der Unterrichtsentwicklung waren genauso Thema wie Zielvereinbarungen zwischen den Prozessbegleitern und der ZfA.

Im Fokus des Workshops zum Pädagogischen Qualitätsmanagement (PQM) stand vor allem die Möglichkeit, eigene Erfahrungen im Austausch mit anderen zu begutachten. Das ist wichtig, denn diese zehn Pädagogen betreuen einzeln große Regionen weltweit. Wichtig ist, dass die Prozessbegleiter für gleiche Probleme an unterschiedlichen Schulorten ähnliche Lösungen anbieten. Das Netzwerk unter den PQM-Experten zu festigen war daher ein Ziel dieser Tagung. Ob Kairo oder Lima: die Prozessbegleiter unterstützen die Schulen auf Anfrage, um Entwicklungen pädagogischer oder organisatorischer Art zu planen und umzusetzen.

Experten für Schulmanagement weltweit

Meistens stellen die Schulen selbst fest, wo etwas verbessert werden müsste. Ein außen stehender Experte kann aber oft helfen, die Prozesse systematischer und damit effizienter zu gestalten. Sie unterstützen die Schulen auch darin, sich auf die bevorstehenden Bund-Länder-Inspektionen vorzubereiten. Und dazu sind die zehn bestens ausgewählt: es handelt sich bei allen um Experten aus dem Inlandsschuldienst, die bereits über erhebliche Erfahrungen in den Bereichen Schulinspektion bzw. Prozessbegleitung verfügen.

Dass das Konzept aufgeht, findet auch Regine Weiss, Direktorin der Deutschen Schule Kobe. Über einen erfolgreichen Prozessbegleiter-Einsatz an ihrer Schule teilt sie mit: „Die Seminare waren sehr nützlich für uns und halfen uns dabei, herauszufinden, welche Probleme es gibt, wie wir sie lösen können, und dass wir eigentlich doch alle trotz einiger Differenzen in einem Boot sitzen und auf das gleiche Ziel hinsteuern.“ Dieser Meinung ist auch Wilfried Janßen, PQM-Beauftragter der ZfA: „Der Einsatz der Prozessbegleiter hat sich uneingeschränkt bewährt. Sie werden inzwischen mit ihren Beratungsangeboten stark nachgefragt und durch die Deutschen Auslandsschulen sehr gut eingebunden.“

Von den Standorten Kairo, Madrid, Washington, Buenos Aires, Athen, Pretoria, Brüssel, Lima, Singapur und San José betreuen die Prozessbegleiter die Deutschen Schulen ihrer Region.

29. Juli 2009

PASCH-net und Social Media