Archiv 2009

Hurghada: Deutschstunde mit Bastian Sick


Eine Deutschstunde der ganz besonderen Art gab es am 12. Juni an der Deutschen Schule Hurghada, Ägypten. Bastian Sick war der Einladung der Schule am Roten Meer gefolgt und sprach mit Kindern der 4. und 5. Klasse über die Eigenarten der deutschen Sprache.

Bei dem Besuch ging es natürlich mal wieder um den Tod des Genitivs durch den Dativ und da viele Kinder der Schule keine Deutschmuttersprachler sind, gab es immer wieder viel zu lachen. „Da Herr Sick viel über Redewendungen erzählte, entwickelte sich ein lustiger Dialog zwischen ihm und den Kindern“, sagt Corinna Golbeck-Nasr, Verwaltungsleiterin der Schule. So thematisierte Sick etwa die Redewendung „da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt“, wobei die Schüler die Meinung vertraten, dass es eigentlich heißen müsste, „da wird doch das Ei in der Pfanne verrückt“.

Die Stunde machte nicht nur Bastian Sick sichtlich Spaß, sondern auch die Kinder waren begeistert von ihrem prominenten Lehrer, der im Anschluss an die Stunde zahlreiche Autogramme gab. Einen Tag nach der Deutschstunde trat Bastian Sick noch einmal auf dem Sommerfest der Schule auf und las vor Eltern, Lehrern und Schülern aus seinen Büchern „Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod“ und „Happy Aua“.

Abwechslung zum Schulalltag

Im nächsten Jahr würde die Schule gerne wieder einen Prominenten aus Deutschland nach Ägypten einladen. Dabei geht es nicht nur darum, den Kindern die deutsche Sprache näher zu bringen. „Beim Einladen von Prominenten wollen wir vor allem etwas Abwechslung zum normalen Schulalltag bieten“, sagt Corinna Golbeck-Nasr. Die Schülerinnen der 5. Klasse haben bereits einen ganz speziellen Favoriten. Sie wünschen sich, dass der aktuelle Gewinner der TV-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ zu einem Besuch an die Schule kommt. „Die meisten haben ihre Zimmer mit den Postern von Daniel Schumacher tapeziert“, erzählt Golbeck-Nasr schmunzelnd. „Wir tun unser Bestes und schauen dann mal, wer die Show im nächsten Jahr gewinnt.“

Text von Sandra Pingel (Coplanar)

26. Juni 2009

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