Archiv 2009

Bestens vorbereitet auf das Deutsche Sprachdiplom: Erstes Baltisches Sprachcamp


Zum ersten Baltischen Sprachcamp fanden sich 64 Schülerinnen und Schüler aus Sprachdiplomschulen in Estland, Lettland und Litauen zusammen. Vom 4. bis 6. Juni verbesserten sie an der Landwirtschaftsschule Alanta in Litauen ihre Deutschkenntnisse.

Das Auswärtige Amt finanzierte das Camp aus Mitteln der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH). Brigitte Grögor, Fachberaterin der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in Litauen, organisierte und leitete die Veranstaltung. Bereits im November 2008 haben die Schulleiter der DSD-Schulen in Ostseestaaten die Weichen für eine bessere Vernetzung gestellt. Auf der Ostseeraum-Konferenz in Berlin bereiteten sie auch Sommer- und Sprachcamps vor. 

Ostsee als Bindeglied

In bunt gemischten Gruppen durchliefen die Jugendlichen verschiedene Workshops, in denen vor allem Hörverstehen und Rhetorik geschult wurden. Als verbindendes Element spielte die Ostsee eine große Rolle. Die Schülergruppen waren nach Fischarten, die Lernstationen nach deutschen Ostseeinseln benannt. Dorsche, Flundern und Heringe schwammen so von Hiddensee und Rügen nach Usedom. Deutsch wurde dabei als Verkehrssprache gebraucht. Zusätzlich zum Unterricht wurden die Schüler so bestens auf das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz vorbereitet. Mit dem DSD auf der Stufe II erwerben die Schüler so den Sprachnachweis für ein Studium in Deutschland.

Brigitte Grögor verbucht das Sprachcamp als großen Erfolg: „Die Schüler haben Deutsch als gemeinsame Sprache genutzt, ihr Hörverstehen und ihre Argumentationsfähigkeit gesteigert.“ Neben den Workshops verbrachten die Jugendlichen auch ihre Freizeit miteinander und schlossen Freundschaften. Die 18-jährige Indre aus Kaunas schwärmt: „Diese vier Tage bleiben unvergesslich für mich. Ich habe meine Deutschkenntnisse verbessert und neue Freunde gefunden. Angst vor der DSD-Prüfung im Dezember habe ich nun auch nicht mehr.“  

Die DSD-Schulen in Estland, Lettland und Litauen sind Partnerschulen, die die ZfA betreut. Im Rahmen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ verstärkt die ZfA eine qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

19. Juni 2009

PASCH-net und Social Media