Archiv 2009

Besser lernen in Kabul: Mädchengymnasium Jamhuriat weiht Deutschraum ein


Drangvolle Ende in allen Klassenzimmern, Unterricht auf Gängen und Fluren - das seit vergangenem Jahr durch die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) geförderte Wirtschaftsgymnasium für Mädchen Lycée Jamhuriat in Kabul bot lange Zeit keine optimalen Lernvoraussetzungen.

Darunter litt auch das Fach Deutsch als Fremdsprache. Eine Lösung musste gefunden werden. Als sich im Spätherbst 2008 die Vermittlung einer zweiten Deutsch-Lehrkraft abzeichnete, widmete die Schulleitung kurzerhand ein Nebengebäude in einen Unterrichtsraum um.

Das war leichter gesagt als getan, entsprach der langgestreckte Bau architektonisch doch eher den Anforderungen eines Lagerraums und keineswegs denen eines Klassenzimmers. Doch die Umgestaltung wurde ein echtes Gemeinschaftsprojekt: mit finanzieller Unterstützung durch das Auswärtige Amt schufen ein deutscher Architekt und ein einheimischer Bauunternehmer ein klar gegliedertes Unterrichts- und Verwaltungs-“häuschen“, richtungsweisend auch für die von afghanischer Seite vorgesehene Neugestaltung der gesamten Schule. Die ansprechende Raumgestaltung spiegelt ebenfalls die gelungene deutsch-afghanische Zusammenarbeit wieder. Die als Leihbestand von einer befreundeten Schule übernommenen Möbel stellten das sprichwörtliche Tüpfelchen auf dem i dar.

Effizientes Arbeiten ermöglicht

Am 10. Mai 2009 war der große Tag: Das neue Klassenzimmer wurde feierlich eingeweiht. Der Präsident des afghanischen Berufsschulwesens Abdullah Kuzabi, der Direktor der afghanischen Lehrplankommission für Berufsschulen Saradjudin Dastyarmal und der deutsche Botschafter Werner Lauk folgten der Einladung gerne. Der Botschafter würdigte das Engagement aller Beteiligten an dem gelungenen Werk und wünschte der neuen Deutschlehrerin Farsaneh Rastar-Bigdeli viel Freude am Unterricht und Erfolg in dem neuen Klassenzimmer. Sie verfügt nun über einen eigenen Unterrichtsraum, in dem effizientes Arbeiten für sie und ihre Schülerinnen möglich ist.

Im Rahmen seiner Ansprache vor dem 40-köpfigen Auditorium unter anderem mit Gästen des Goethe-Instituts, dem Deutschen Entwicklungsdienst (ded), von anderen Schulen, der ISAF, Repräsentanten des afghanischen Bildungswesens sowie der einheimischen Presse stellte er auch weitere neue Lehrkräfte von ZfA und ded vor. Abschließend hob er besonders das Engagement dreier afghanischer Lehrer der Aisha-i-Durani-Schule im Fach Deutsch heraus.

04. Juni 2009

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