Archiv 2009

Gut hören, gut sehen, gut fühlen – Tagung für neue Schulleiter an Deutschen Auslandsschulen


133 Deutsche Auslandsschulen gibt es weltweit. Sie alle werden von einem von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) vermittelten deutschen Schulleiter oder einer Schulleiterin geführt. Maximal acht Jahre können die Schuldirektoren im Ausland unterrichten, dann kehren sie nach Deutschland zurück.

Auf ihre Nachfolger warten große Aufgaben. Denn nicht nur Unterrichten gehört zu ihrem Auftrag. Der Alltag an einer Deutschen Auslandsschule verlangt von der Schulleitung ein Vielfaches mehr. Was auf sie bei ihrer neuen Tätigkeit zukommt, konnten 19 neue Direktoren auf einer Vorbereitungstagung bei der ZfA in Köln vom 11. bis zum 15. Mai 2009 erfahren.

Schulleitung macht Spaß

Joachim Lauer, Leiter der ZfA, begrüßte die neuen Schulleiterinnen und Schulleiter sehr herzlich und machte ihnen Mut auf ihren neuen Berufsabschnitt. „An einer Deutschen Auslandschule ist immer etwas in Bewegung“, teilte Lauer mit. Als zentrale Kompetenz sollten die Schulleiter nicht nur fachlich fit sein, sondern auch ein besonders gutes Gehör mitbringen. Der Schulleiter befindet sich im Zentrum unterschiedlicher Interessen: Seitens des Gastlandes und Deutschlands, des jeweiligen Schulträgers sowie Eltern und Kollegium werden unterschiedliche Erwartungshaltungen an ihn herangetragen. Als Vertreter Deutschlands haben die Schulleiterinnen und Schulleiter die ungeteilte Verantwortung für ihre Schule. Unterstützt werden sie dabei von der ZfA. Doch „die Balance im Biotop Schule zu stabilisieren ist schwer“, weiß Lauer. Daher bietet die ZfA mit diesem Lehrgang Hilfen zum besseren Hören, Sehen und Erfühlen der speziellen Stimmungslage an den Schulen an. Lauers Fazit: „Schulleitung macht Spaß, ist aufregend und spannend!“

Schulleiter mit Managerqualitäten

Auf der Tagung erhielten die neuen Schulleiterinnen und Schulleiter viele konkrete Anregungen, ihren zukünftigen Schulalltag zu meistern. Nicht nur administrative oder pädagogische Inhalte wie z.B. „Deutsch als Fremdsprache“ oder die Lehrerfortbildung standen auf der Agenda. Da die Auslandsschulen mit kleinen Wirtschaftsunternehmen vergleichbar sind, bot die ZfA auch Themen zum Management einer Schule an, wie z.B. praktische Tipps zu Sponsoring und Marketing. „Es wird zunehmend wichtiger, auch Netzwerke zu Wirtschaftsvertretern vor Ort zu knüpfen und ein gutes Schulmarketing zu betreiben“, erklärte Reiner Ries. Der ZfA-Mitarbeiter ist zur Zeit noch für die betriebswirtschaftliche Analyse der Deutschen Auslandsschulen zuständig, wechselt aber bald die Seiten: Zum nächsten Schuljahr wird er die Deutsche Schule Mailand leiten. Die ZfA wird für ihn und alle seine Schulleiterkollegen ein hilfreiches Backoffice bleiben.

30. Mai 2009

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