Archiv 2009

Deutsches Sprachdiplom begehrter denn je – Teilnehmerzuwachs von über 66 %

Das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz ist weltweit gefragter denn je: Gab es Anfang 2008 noch 410 Schulen, an denen das DSD angeboten wurde, hat sich innerhalb eines Jahres die Zahl der teilnehmenden Schulen auf 610 erhöht.

Wesentlichen Anteil hieran haben die Fachberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), die an staatlichen Schulen für Deutschunterricht werben und beraten. „Wir freuen uns dabei auch über einen sehr starken Anstieg der Prüfungsteilnehmer“, erklärt Joachim Lauer, Leiter der ZfA. Das ist ein Ergebnis der Partnerschulinitiative, deren Ziel es vor allem ist, bei jungen Menschen Interesse und Begeisterung für das moderne Deutschland und seine Gesellschaft zu wecken.

Immer mehr Schülerinnen und Schüler lernen Deutsch. Ihre Leistungen können sich die Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 Jahren durch eine Teilnahme an der DSD-I-Prüfung (Niveau B1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GeR)) bestätigen lassen. Im letzten Jahr hat hierbei die Teilnehmeranzahl insgesamt um 66,2 % zugenommen. 2008 legten rund 8.000 Jugendliche die B1-Prüfung ab, die als Sprachnachweis für Studienkollegs in Deutschland dient. Den größten Zuwachs gab es in Europa, gefolgt von Südamerika.

Eine besondere Rolle spielt hier Frankreich: Dort gibt es seit 2007 eine Vereinbarung zwischen der Kultusministerkonferenz und dem französischen Erziehungsministerium. Danach wird an allen französischen Gymnasien, an denen das DSD angeboten wird, die DSD-I-Prüfung durchgeführt. 2008 haben ca. 18.000 Schüler teilgenommen.

Das DSD ist weltweit in 59 Ländern vertreten. Es handelt sich um eine gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern. Die ZfA ist für die Betreuung von Schulen, die Fortbildung von Lehrern, die Entwicklung der Prüfungen, ihre Logistik und Durchführung vor Ort und Auswertung verantwortlich.

20. April 2009

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