Archiv 2009

Das Kamel als Kunstobjekt: Die Deutsche Schule Tripolis zeigt sich kreativ


Unter dem Motto „Kunst macht Spaß – Kunst verbindet – Kunst kann helfen“ konnten die Schülerinnen und Schüler je nach Altersstufe entweder Kamele aus Holz oder aus Stahl kreativ gestalten. Am 12. Februar 2009 fand das Projekt unter der Schirmherrschaft des libyschen Bildungsministeriums sowie des deutschen Botschafters Bernd Westphal seinen Abschluss.

Kunstaktion für einen guten Zweck

Neben der gemeinsamen künstlerischen Arbeit war es auch Ziel des Projektes, die Exponate zu verkaufen. Und dieser Aufgabe machten die 20 teilnehmenden Schulen alle Ehre: Die bemalten Tiere fanden bislang reißenden Absatz. Von insgesamt 35 eingereichten Objekten sind mittlerweile bereits mehr als zwei Drittel verkauft. Der Erlös in Höhe von 10.000 Libyschen Dinar – umgerechnet mehr als 6.000 Euro – kommt der International Organization for Migration (IOM) in Tripolis zu gute. In Anwesenheit des deutschen Botschafters, des Schulleiters Stephan Plack, des Vorstandsvertreters Bernd Sahling, des Projektleiters Rainer Techel und einigen aktiv am Projekt beteiligten Schülern wurde Laurence Hart, Leiter der IOM, der Scheck überreicht. Das Geld soll mehreren Kindern in Mali vier Jahre lang den Schulbesuch ermöglichen.

Gemeinsame internationale Projektarbeit

„Mein Anliegen war es, internationale und libysche Schulen über einen längeren Zeitraum an einem Projekt arbeiten zu lassen“, erklärt Techel, der das Projekt initiierte. Orientiert hat er sich dabei am Kunst-Projekt „United Buddy Bears“ des Berliner Ehepaares Eva und Klaus Herlitz. „Statt der Bären Kamele zu wählen, liegt hier in Libyen nahe“, so Techel. Die Kamelrohlinge aus Holz und Stahl wurden von der Firma Bilfinger-Berger und Loay Burwais, einem libyschen Architekten und Metallgestalter, nach Techels Vorlage erstellt und gesponsert. Burwais saß zudem zusammen mit weiteren libyschen Künstlerinnen und Künstlern in der Jury. Den ersten Platz in der Kategorie Holzkamel erzielte die Internationale Schule der Märtyrer in Tripolis. In der Kategorie Stahlkamel gewann die Internationale Schule Tripolis. Büro- und Shopping-Center in Tripolis stellten Freiflächen für Ausstellungen der Kamele zur Verfügung. „Hoffentlich werden viele der auch an Firmen, Botschaften und Behörden verkauften Exponate einen würdigen Platz gefunden haben und noch lange an diese Aktion erinnern“, hofft Techel.

Mehr über das Projekt erfahren Sie unter:
www.ds-tripolis.com/Schulleben/sj_08_09/camelfinish/camelfinish.htm

Die Deutsche Schule Tripolis ist eine der Partnerschulen, die die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) betreut. Im Rahmen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ verstärkt die ZfA eine qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

9. April 2009

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