Archiv 2009

Deutschland reicht dem Irak die Hand



Deutschland weitet mit der Eröffnung eines Generalkonsulats in Arbil seine Präsenz im Irak aus. Neben der wirtschaftlichen Unterstützung stand am zweiten Tag der Irak-Reise von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier das Thema Ausbildung im Mittelpunkt.
„Wir wollen beim Wiederaufbau helfen“, sagte Steinmeier bei der Eröffnung des Generalkonsulats. Deutschland habe „Respekt vor der Leistung des irakischen Volkes und der irakischen Regierung“, betonte der Außenminister.

In der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Norden des Irak wurde Steinmeier vom Präsidenten der Region Kurdistan-Irak, Massoud Barzani, sowie von Premierminister Nechirvan Barzani empfangen.
Die Provinzwahlen im Land seien ein „weiterer Schritt hin zur politischen Stabilität des Landes“, sagte Steinmeier weiter. „Ich bin mir sicher, dass die Menschen im Irak Gewalt und Hass hinter sich lassen und an einer gemeinsamen Zukunft ihres Landes bauen wollen.“

Sicherheit wichtig für wirtschaftliche Entwicklung

„Deutschland reicht Ihnen die Hand, Deutschland will Ihr Partner sein.“ Mit diesen Worten erneuerte Steinmeier das Angebot, von deutscher Seite beim Wiederaufbau zu helfen.

Deshalb werde er auf seiner Reise auch von Wirtschaftsvertretern begleitet. „Wir wollen zeigen, dass wir wirtschaftlich zur Verfügung stehen, wenn deutsche Unternehmen hier investieren.“
„Das Konsulat wird nicht über fehlende Herausforderungen und einen Mangel an Arbeit klagen können“, ergänzte er.

Sie benötigen den Flashplayer , um dieses Video zu sehen
Copyright: Auswärtiges Amt/ZDF


Irakische Zukunft liegt auch in der Bildung

Steinmeier zeigte sich darüber erfreut, dass Vereinbarungen über einen Studentenaustausch zustande gekommen seien: „Viele junge irakische Studentinnen und Studenten - auch hier aus der Region - sind eingeladen nach Deutschland zu kommen, zu studieren und anschließend beim Wiederaufbau ihres eigenen Landes zu helfen.“ Drei Schulen in der Region Kurdistan wurden Partnerschulen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“. Beim Besuch der Gara-Typical-Schule, einer Modellschule für besonders begabte Schüler, würdigte Steinmeier den Erfolg des Deutschunterrichts an der Schule.

„Wir haben beschlossen, die Gara-Typical-Schule zu einer Begegnungsschule auszubauen, an der in Zukunft noch mehr Deutschunterricht stattfinden kann“, kündigte der Minister an. Er dankte den Lehrerinnen und Lehrern, die regelmäßig die vom Goethe-Institut angebotenen Fortbildungen wahrnehmen würden.

Zum Abschluss seines Besuchs an der Schule waren Steinmeier und der kurdische Bildungsminister Dilshad Abdulrahman Ehrengäste beim Endspiel eines großen Schul-Fußballturniers.
Vor seinem Rückflug eröffnete der Außenminister noch eine Führungskräfte-Akademie, in der irakische Verwaltungsbeamte und Richter fortgebildet werden sollen.

PASCH-net und Social Media