Archiv 2009

Slowenien: Rektorenkonferenz bringt DSD weiter voran


Auch sie sind Partner der Zukunft: die Sprachdiplomschulen in Crnomelj, Ljutomer, Murska Sobota und Velenje sowie die Grundschule in Beltinci. Im Rahmen der Rektorenkonferenz der Partnerschulen in Slowenien erhielten die Schulleiterinnen und Schulleiter am 10. Dezember 2008 ihre Partnerschulplaketten aus den Händen des deutschen Botschafters Dr. Hans-Joachim Goetz. Damit wird ihre Zugehörigkeit zur Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ des Auswärtigen Amtes dokumentiert.

Die Schulleiterinnen und Schulleiter der nunmehr 13 slowenischen Partnerschulen widmeten sich auf der Konferenz in Ljubljana der Förderung der Fremdsprache Deutsch in Slowenien. Unter den Gästen befanden sich auch Repräsentanten des slowenischen Ministeriums für Schule und Sport, Vertreter des Schulamtes, Deutschlehrkräfte sowie Elternvertreter. Josef Proksch, Fachberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) führte die Konferenz zusammen mit dem Goethe-Institut und der Deutschen Botschaft Ljubljana im slowenischen Museum für Zeitgeschichte durch.

Ausbau von Deutsch als Fremdsprache

Bronka Straus erläuterte die Maßnahmen zur Förderung der Mehrsprachigkeit in Slowenien. Dort werde künftig eine verpflichtende zweite Fremdsprache in der Grundschule eingeführt, berichtete die Beraterin im Bereich Internationale Zusammenarbeit und Europäische Angelegenheiten im slowenischen Ministerium für Schule und Sport.

Katja Pavlič Škerjanc, die im slowenischen Schulamt für Fremdsprachen zuständig ist, referierte über den Stellenwert und die Integrationsperspektive des Deutschen Sprachdiploms (DSD) der Kultusministerkonferenz und des slowenischen Pilotprojektes der Europaklassen in den Regelunterricht. Sie kündigte an, dass die Vorbereitung auf das DSD in den obligatorischen Schulunterricht integriert werden solle. Der Vorschlag von ZfA-Fachberater Proksch, das DSD als Deutschprüfung im slowenischen Abitur anzuerkennen, wurde seitens der Sprachdiplomschulen ausdrücklich unterstützt.

Starke Vernetzung der Partnerschulen

Im Anschluss an die Konferenz nutzten die Gäste die Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen und miteinander zu vernetzen. Bereits jetzt arbeiten die DSD-Schulen eng zusammen: Insgesamt 240 Schülerinnen und Schüler der vier neuen Sprachdiplomschulen nahmen unter Federführung des Gymnasiums Ptuj an einem Internet-Landeskundewettbewerb teil. Auch über die Landesgrenzen hinaus setzt sich die Kooperation der Schulen fort: Zusammen mit DSD-Schulen in Kroatien inszenieren die neuen Partnerschulen in Slowenien aktuell das Theaterstück „Woyzeck“ von Georg Büchner, das im März an verschiedenen Schulen in beiden Ländern aufgeführt werden soll. „Solche schulübergreifenden Projekte wollen wir mit der Konferenz verstärkt anregen. Ich glaube, es ist uns gelungen“, freute sich Proksch über die erfolgreiche Konferenz.

Die DSD-Schulen in Crnomelj, Ljutomer, Murska Sobota und Velenje sind Partnerschulen, die die ZfA betreut. Im Rahmen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ verstärkt die ZfA eine qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

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