Archiv 2008

Tournee mit Christian Kuzio und Lorenz Liebold


Im Rahmen der PASCH-Initiative hatte das Goethe-Institut die jungen Künstler Christian Kuzio und Lorenz Liebold eingeladen, um mit einem außergewöhnlichen musikalischen Live-Hörspiel für die deutsche Sprache zu begeistern.

Aufführungen „Elektrodyssee“ in Minsk, Grodno und Sluzk

Im Rahmen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ hatte das Goethe-Institut die jungen Künstler Christian Kuzio (Gitarren, Perkussion, Komposition) und Lorenz Liebold (Sprecher) eingeladen, um mit einem außergewöhnlichen musikalischen Live-Hörspiel „Elektrodysse“ Schüler und Studenten für die deutsche Sprache zu begeistern.

Am 13. April 2008 fand die erste Aufführung der „Elektrodyssee“ in Belarus an der Staatlichen Linguistischen Universität in Minsk statt. Die beiden Künstler überlassen in der Aufführung nichts dem Zufall, greifen bewusst auf zahlreiche Stilmittel aktueller Popmusik zurück. Lorenz Liebold hat u.a. Texte von Heiner Müller, Bertolt Brecht ausgewählt und schlüpft als Sprecher in die unterschiedlichsten Rollen. Neben der Präsentation der Texte produziert er alles an Geräuschen, was Mund, Mikro und sein Analog-Delay hergeben. Christian Kuzio verwendet verschiedene Gitarren, ein Mikro, Perkussion und diverse Effekte. Zeitweilig gewinnt man durch den Einsatz des Endlosechos den Eindruck, eine ganze Band würde spielen. Der Abend war ein gelungener Auftakt für die Tour durch Belarus.

Weitere Aufführungen der „Elektrodyssee“ fanden in Grodno an der Janka-Kupala-Universität und in Sluzk im großen Saal der Musikschule statt. An beiden Standorten konnte ein breites Publikum erreicht werden und so wurden die Aufführungen ebenfalls mit großer Begeisterung aufgenommen. Das anspruchsvolle sprachlich-musikalische Kunstwerk und vor allem die außergewöhnliche Darbietung begeisterte Studenten, Schüler und Lehrer ausnahmslos.

Workshops an den vier PASCH-Schulen in Grodno, Minsk und Sluzk

Die Teilnahme an den Workshops stellte sowohl für die beiden Künstler als auch für die Schüler eine besondere Herausforderung dar. Christian Kuzio und Lorenz Liebold hatten bisher nur mit Schülern in Deutschland gearbeitet.

Ein vorrangiges Ziel des Workshops ist es, ein deutsches Gedicht sprachlich und musikalisch zu erarbeiten, damit die Schüler vor allem den Rhythmus als auch die Musikalität der deutschen Sprache empfingen. Die meist 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer umfassende Gruppe nahm in der Aufwärmphase mit großer Begeisterung an Übungen zu Bodyperkussion, Rhythmus und Lautmalereien teil. Dies stellte eine Grundvoraussetzung dar, um im Workshop kreativ arbeiten zu können. Im Anschluss bildeten sich zwei Gruppen: eine sogenannte „Sprechergruppe“, die sich mit den Inhalten und den sprachlichen Besonderheiten des von den Schülern ausgewählten Gedichts beschäftigte. In der „Musikergruppe“ konnten die Schüler einfache Perkussionsinstrumente auswählen und unter Anleitung von Christian Kuzio wurde die passende musikalische Untermalung erarbeitet.

Nach fast zwei Stunden Arbeit in den beiden Gruppen trafen sich die Schüler und präsentierten das Gesamtwerk, welches sofort aufgezeichnet wurde.

Goethe-Institut Minsk

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