Archiv 2008

Festakt zur Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ in Paris


Die französischen Schulleiter der von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) und dem Goethe-Institut (GI) betreuten Schulen waren der Einladung des Botschafters Herrn Reinhard Schäfers gefolgt, teils begleitet von ihren Stellvertretern und den an der Schule tätigen Deutschlehrern. Als Zeichen der Zugehörigkeit zum Netz der Partnerschulen überreichte der Botschafter ihnen eine Schulplakette, 18 für die Deutsches Sprachdiplom (DSD)-Schulen der ZfA und acht für die neu gewonnenen Partnerschulen des GI.

Geladen waren ebenfalls die Inspecteurs d’Académie d’Allemand sowie Herr Raymond Nicodème, Inspecteur Général d’Allemand, als Vertreter der Education Nationale. Letzterer hatte einen maßgeblichen Anteil am Gelingen der Veranstaltung, da er intensiv für die Initiative in der Education Nationale geworben hatte; ihm wurde dafür ausdrücklich gedankt.

Die Veranstaltung wurde federführend von der ZfA und dem GI mit Unterstützung der Deutschen Botschaft gestaltet. In ihren Ansprachen erläuterten die Vertreter der beiden Mittlerorganisationen die Ziele der Initiative und unterstrichen die Bedeutung, die sie für die Vermittlung der deutschen Sprache und Kultur nicht nur weltweit, sondern besonders in Frankreich hat.

Darüber hinaus hatten Vertreter weiterer Institutionen – der Deutsche Akademische Auslandsdienst (DAAD), die Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer und die Deutsch-Französische Universität – als Partner der Initiative die Gelegenheit ihre spezifische Arbeit vorzustellen, was von den französischen Kollegen mit großem Interesse aufgenommen wurde. Damit war ein Ziel der Veranstaltung erreicht, nämlich die Möglichkeiten und Chancen aufzuzeigen, die sich den jungen Leuten bieten, die in Deutschland eine Ausbildung beginnen oder fortsetzen möchten.

Das Treffen der Schulleiter und ihrer Kollegen sollte weiterhin Gelegenheit geben, die Möglichkeiten und Chancen zu verdeutlichen, die für die Partnerschulen mit der Initiative verbunden sind (Projekte, Fortbildungen, Sprachkurse, technische Ausstattung etc.) und erste Impulse für eine Vernetzung und stärkere Zusammenarbeit untereinander setzen.

Ein Glanzpunkt der nachmittäglichen Veranstaltung und direkt auf die Zielgruppe zugeschnitten war der Vortrag von Herrn Professor Werner Zettelmeier von der Universität Cergy-Pontoise zum Thema „Evaluation und Autonomie als Innovationsinstrumente in den französischen und deutschen Schulsystemen“. Die vergleichende Studie arbeitete sehr deutlich die unterschiedlichen Kompetenz- und Arbeitsbereiche eines „Chefs“ an deutschen bzw. französischen Schulen heraus. Die anschließende angeregte Diskussion zeigte, dass der Blick auf den Kollegen im Nachbarland auch eine interessante Reflexion für die eigene Rolle zur Folge haben kann.

Die Diskussion wurde zum Teil in zwangloserem Rahmen beim „Cocktail dînatoire“ weitergeführt, bevor die Teilnehmer mit Bussen ins nahe gelegene Goethe-Institut fuhren. Zum Abschluss der Veranstaltung führten hier Schülergruppen aus den PASCH-Schulen des GI vor, was sie zuvor in einem Projekt mit Hilfe der Pop-Akademie Mannheim in Workshops produziert hatten: Musikstücke mit selbst geschriebenen deutschen Texten, die sie mit Begeisterung vortrugen – erste Früchte einer „Partnerarbeit“!

PASCH-net und Social Media