Archiv 2008

Neue Deutschräume für Sprachdiplomschulen in Palästinensischen Gebieten

Deutschräume Sameeha Khaleel- Freude über den neuen Deutschraum

Große Freude bei Schülern und Lehrern: Acht Sprachdiplomschulen in Ramallah, Bethlehem und Beit Sahour können seit diesem Schuljahr neu ausgestattete Räumlichkeiten für einen modernen Deutschunterricht nutzen. Aus Mitteln der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ des Auswärtigen Amtes hat die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) an den Schulen neue Deutschräume mit Mobiliar und technischen Geräten im Gesamtwert von 56.000 Euro eingerichtet. Vertreter des palästinensischen Erziehungsministeriums, des Deutschen Vertretungsbüros, der ZfA, der kirchlichen Schulträger sowie der Stadtverwaltung übergaben die jeweiligen Räume feierlich den Schulen.

Bei den verschiedenen Eröffnungsveranstaltungen im September standen vor allem die Zukunft des Schulfaches Deutsch sowie gemeinsame Aktivitäten im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler der einzelnen Sprachdiplomschulen ließen sich zur Programmgestaltung allerhand einfallen: Neben traditionellen Tanzdarbietungen, Musikbeiträgen und Sketchen in deutscher Sprache organisierten sie Ausstellungen zu ihrem Schulalltag. Die Beteiligten nutzten die Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch über die Deutschvermittlung an den Schulen. Auch Kooperationsprojekte, wie die Intensivierung der Schüleraustauschprogramme, wurden beschlossen.

Großes Interesse an Deutschland

„Die Feierlichkeiten waren ein deutliches Zeichen der Wertschätzung der gemeinsamen Arbeit, die unter schwierigen Bedingungen geleistet wird und den beteiligten Partnern oft viel Geduld und Kreativität abverlangt“, freute sich Veronika Landwehr, ZfA-Fachberaterin für die Palästinensischen Gebiete, über die gelungenen Veranstaltungen. Das große Interesse der Schüler an Deutschland und der Stolz auf bereits erworbene Sprachkenntnisse zeigten, dass es sich lohne, in die Schulen zu investieren. „Schließlich ist jede Schule gerade durch die Begegnung mit anderen Sprachen und Kulturen ein Ort der Verständigung, des gegenseitigen Respekts und der Neugier“, fügt sie hinzu.

Insgesamt werden zurzeit zehn Sprachdiplomschulen in den Palästinensischen Gebieten – darunter sechs in kirchlicher Trägerschaft und vier staatliche Schulen – von der ZfA personell und finanziell gefördert. Alle Schulen bereiten ihre Schüler auf die Prüfungen zum Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz vor. Landwehr ist überzeugt: „Die Schulen haben sich mit großem Engagement und Entschiedenheit dazu verpflichtet, durch die Vermittlung der deutschen Sprache und Kultur ihren Schülern neue Zukunftsperspektiven zu ermöglichen.“

Die acht Sprachdiplomschulen in Ramallah, Bethlehem und Beit Sahour sind Partnerschulen, die die ZfA betreut. Im Rahmen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ verstärkt die ZfA eine qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

PASCH-net und Social Media