Archiv 2008

Schulleiterkonferenz der DSD-Schulen setzt Impulse


Auf der „Schulleiterkonferenz der DSD-Schulen der Ostseeanrainerstaaten“ trafen sich vom 3. bis 5. November 50 Schulleiterinnen und Schulleiter der Sprachdiplomschulen sowie Vertreter der Bildungsministerien aus dem Ostseeraum in Berlin. Unter anderem tauschten sie sich über ihre Erfahrungen mit dem Deutschen Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz (DSD) aus. Die Konferenzteilnehmer wurden außerdem von Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier und seinem dänischen Amtskollegen Per Stig Møller im Auswärtigen Amt empfangen.

Die Tagung, die unter der Schirmherrschaft des deutschen Außenministers stand, wurde von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) organisiert. Ziel war es, den Teilnehmern aus Estland, Lettland, Litauen, Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark und Russland ein aktuelles Deutschlandbild zu vermitteln und die Zusammenarbeit weiter auszubauen. Damit unterstützte die Konferenz die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) des Auswärtigen Amtes. Mithilfe von PASCH soll das Netz der Partnerschulen nicht nur erweitert, sondern auch die Kooperation der Schulen untereinander gestärkt werden.

Ostseekoffer zusammengestellt

Während der Tagung entwickelten die Schulleiterinnen und Schulleiter in Workshops Ideen für Projekte, die das Verständnis für eine gemeinsame Geschichte der Ostseeanrainerstaaten zum Ziel hatten. Unter anderem erstellten sie ein Konzept für einen so genannten „Ostseekoffer“, der als Grundlage für eine gemeinsame Unterrichtseinheit für alle dortigen DSD-Schulen dienen soll. Der Koffer soll wichtige Informationen zu den einzelnen Ländern enthalten und damit das Bewusstsein einer gemeinsamen Kultur fördern. Diese und ähnliche Projektideen werden zusammen mit Schülerinnen und Schülern in geplanten Sommercamps in die Tat umgesetzt.

Die Konferenzteilnehmer besuchten außerdem verschiedene Schultypen in Berlin. Vor allem das Schulmanagement, die Hochbegabtenförderung und die multinationale Schullandschaft stießen dabei auf reges Interesse. Bei Vorträgen von Ehemaligen, die begeistert von ihrem Studium in Deutschland berichteten, konnten die Pädagogen die Früchte ihrer eigenen Arbeit erleben. Das DSD-Programm habe sie optimal auf die sprachlichen Anforderungen und das eigenverantwortliche Arbeiten an deutschen Universitäten vorbereitet, so die Alumni.

Die Konferenz gab wichtige Impulse zu unterschiedlichen Themen – wie z. B. das UNESCO-Welterbe, Migration oder die Auswirkungen der Globalisierung im Ostseeraum –, die für Unterrichtszwecke zusammen erarbeitet werden sollen. Beim abschließenden Treffen im Auswärtigen Amt überreichten zwei Schulleiterinnen die Konferenzmappen mit den Ergebnissen an die beiden Außenminister.

Weitere Informationen zur Ostseeraum-Konferenz

Die Sprachdiplomschulen des Ostseeraums werden von der ZfA betreut und sind Teil der Partnerschulinitiative. Im Rahmen von PASCH verstärkt die ZfA eine qualitätsorientierte Schulentwicklung und unterstützt die Gründung neuer Schulen mit deutschem Profil. Sie berät lokale Schulen beim Aufbau des Deutschunterrichts und bei der Einführung deutscher Schulabschlüsse nach internationalen Standards.

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