Archiv 2008

Deutsches Sprachdiplom weltweiter Exportschlager


Die Delegation aus Côte d'Ivoire mit Dr. Boris Menrath (ZfA)

„Bildung gibt Perspektiven – Mehrsprachigkeit eröffnet Horizonte“. Dieses Zitat von Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier zur Partnerschulinitiative (PASCH) könnte auch das Motto der Reise eines Bildungspolitikers und fünf Schulleiter aus der Elfenbeinküste sein. Die afrikanischen Bildungs-Reisenden folgten einer Einladung des Goethe-Instituts im Rahmen von PASCH. Bei Besuchen an verschiedenen Universitäten, in Schulen und bei Schulbehörden in Köln und Hamburg erfuhren die sechs Gäste, wie und was in Deutschland gelernt und gelehrt wird.

In Köln war die Delegation auch in der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) zu Gast. Dr. Boris Menrath gab einen umfassenden Überblick über das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz. Diese rein schulische Prüfung wird an rund 500 Schulen in über 50 Ländern angeboten. In Côte d’Ivoire jedoch bislang noch nicht. Die ZfA ist neben der Logistik, der Durchführung der Prüfung vor Ort und der Auswertung auch für die inhaltliche Entwicklung der Prüfungen verantwortlich, erläuterte Menrath.

Qualität wird groß geschrieben

Dass ein einziger Prüfungssatz einer dreimaligen internen Evaluation unterzogen wird, rief bei den afrikanischen Schulleiterinnen und Schulleitern besonderes Erstaunen hervor. Vor allem die internen Qualitätssicherungsmaßnahmen, die die ZfA unternimmt, bevor ein Prüfungssatz in den einmaligen Echtbetrieb gegeben wird, stießen auf großes Interesse. „Qualität wird bei uns groß geschrieben“ sagte Boris Menrath. Positiv bewerteten die ivorischen Pädagogen auch die Tatsache, dass die verschieden Niveaustufen des DSD streng am Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen ausgerichtet sind, der in seiner Bewertungsmatrix auf die beabsichtigte praktische Sprachfähigkeit der Lernenden abzielt. Der in der Partnerschulinitiative angestrebten Mehrsprachigkeit wird damit Rechung getragen. „Es wäre schön, das DSD auch an unseren Schulen einführen zu können“, stellte Mea Kouadio – zuständig für die nationale Schulausbildung im Bildungsministerium von Côte d’Ivoire – am Ende des Besuches in der ZfA fest.

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