Archiv 2017

Usbekistan: Fit-Schulen vorn bei Deutscholympiade

Ismail Umarov, Sieger der usbekischen Deutscholympiade vom Lyzeum für Weltwirtschaft und Diplomatie
Zum dritten Mal in Folge geht der erste Platz der landesweiten usbekischen Deutscholympiade an Partnerschulen des Goethe-Instituts Taschkent. 


In Usbekistan spielen Facholympiaden eine sehr große Rolle. Sie ermöglichen den Schülerinnen und Schülern sich mit Gleichaltrigen zu messen. Gewinnen die Jugendlichen in ihren Städten, nehmen sie an einer Gebietsolympiade teil, von der wiederum die Sieger zu einem landesweiten Wettbewerb nach Taschkent fahren.

Erfolge bei den landesweiten Wettbewerben bringen neben Prestige im letzten Schuljahr auch weitere Vorteile mit sich: Die drei Bestplatzierten können an einer usbekischen Universität ihrer Wahl studieren, ohne einen Aufnahmetest ablegen zu müssen oder Studiengebühren zu zahlen.

Wie 2015 und 2016 ging auch 2017 der Sieg an eine Fit-Schule. Der Sieger Ismail Umarov ist begeistert: „Ich freue mich sehr darüber, den Sieg davongetragen zu haben. Ich kann nun an der sehr renommierten Universität für Weltwirtschaft und Diplomatie studieren.“ 

Die Zweitplatzierte Quvonchoy Hudayberganova, Fit-Schülerin aus Urgentsch, wäre natürlich auch gern Erste geworden, darf sich aber auch als Zweitplatzierte nun eine Hochschule aussuchen: „Ich bin mir noch nicht sicher, was und wo ich studieren werde. Aber die Möglichkeit, frei wählen zu können, ist toll.“

In den vergangenen Jahren gingen die Siege jeweils an Fit-Schülerinnen und -Schüler aus dem 2. Akademischen Lyzeum in Urgench. Azamat Abbdullayev (Sieger 2015) bekam sogar ein Vollstipendium des DAAD und studiert jetzt in Mainz-Germersheim Translation, Sprach- und Kulturwissenschaft. Khudoynazar Akhmedov (Sieger 2016) studiert Internationale Beziehungen an der Universität für Weltwirtschaft und Diplomatie in Taschkent.

Dilrabo Zardinova, Zweitplatzierte im Wettbewerb zur besten Lehrerin im Fach Deutsch

Die Erfolge der Schüler wären natürlich nicht möglich ohne gut ausgebildete Lehrkräfte. Auch diese sind in den letzten Jahren sehr erfolgreich gewesen. Im nationalen Wettbewerb „Fremdsprachenlehrer des Jahres“ belegte dieses Jahr die Lehrerin Dilrabo Zardinowa von der Fit-Schule Lyzeum Nr. 4 in Buchara den 2. Platz. Im letzten Jahr konnten Fit-Lehrkräfte sogar den ersten Platz (Dilfuza Atamuradova vom Lyzeum „Nuriston“ in Karschi) und den dritten Platz (Raygul Dauletbaeva vom Lyzeum Nr. 1 in Nukus) belegen.

In einem Land, in dem seit 2014 weder die PASCh-Schülerinnen und –Schüler an Jugendkursen noch die Lehrkräfte an Fortbildungen in Deutschland teilnehmen können, sind es vor allem solche Erfolge, die die Jugendlichen und Lehrkräfte zu weiterer intensiver Arbeit mit Deutsch motivieren.
21.06.2017
Heinar Bernt, Experte für Unterricht am Goethe-Institut Taschkent

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