Archiv 2017

Deutsch-koreanische Start-up-Ideen

Teilnehmende des PASCH-Fests 2017 in Seoul
Im Rahmen des PASCH-Fests 2017 haben Schülerinnen und Schüler ihre Ideen für innovative, deutsch-koreanische Start-ups im Goethe-Institut Korea präsentiert.


Was kann man mit Deutsch im Berufsleben machen? Nicht nur traditionelle Unternehmen sind Anlaufstellen für Berufseinsteiger. Die digitale Welt bietet viele Möglichkeiten, länderübergreifende Start-ups zu gründen.
 
Im Rahmen des PASCH-Fests 2017 präsentierten Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Ideen für deutsch-koreanische Start-ups. Das Fest bestand aus zwei Teilen: einem Wettbewerb am Vormittag und einer Ergebnispräsentation in Form eines Start-up-Battles mit Festakt am Nachmittag.

Teilnehmende des PASCH-Fests 2017 in Seoul
 
44 Schülerinnen und Schüler von elf PASCH-Schulen trafen sich am Samstag, den 10.06.2017, in der Deutschen Schule Seoul. Zuerst erhielten die Jugendlichen eine Einführung von Robert Liebhart (Gründer des Unternehmens DREI), der selbst bereits Erfahrungen bei einem Start-up-Battle gesammelt hat.

Robert Liebhart ging auf die Unterschiede zwischen deutschen und koreanischen Unternehmen ein und stellte vor, was bei der Entwicklung eines Start-ups zu beachten ist. Außerdem konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen über Start-ups in einem kleinen Quiz testen.

Die Aufgabe des Wettbewerbs war es, als Gruppe eine Idee für ein Start-up-Unternehmen zu entwickeln. Dafür wurden die Jugendlichen in vier Gruppen mit jeweils elf Personen aus unterschiedlichen Schulen eingeteilt. Benannt wurden die Teams nach den deutschen Großstädten Berlin, Frankfurt, Hamburg und München.

Teilnehmende des PASCH-Fests 2017 in Seoul

Nach dem Workshop an der Schule ging es zum Festakt am Goethe-Institut Korea. Als Auftakt trat das Wind-Quintett der Yewon-Mittelschule auf. Es folgten Grußworte von allen PASCH-Partnern: der Deutschen Botschaft Seoul, des Goethe-Instituts Korea, der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen und der Deutschen Schule Seoul International.
 
Moderatorin Kim Seoyeon stellte die Fachury vor: Imke Grote, Kanzlerin der Botschaft Seoul, Hyunjeong Kim, die an der Gründung der koreanischen Version von Lieferheld namens Yogiyo beteiligt war, und Robert Liebhart, der die Wettbewerbsteilnehmenden bereits am Vormittag bei ihrer Arbeit begleitet hatte. Schließlich begannen die Gruppenpräsentationen.
 
Obwohl die Teilnehmenden ein bisschen aufgeregt waren, stellten sie ihre Unternehmensideen mit ihren Produkten und Dienstleistungen sehr selbstbewusst und überzeugend dar. Einige brachten sogar witzige Dialoge und kleine Theaterszenen mit ein und unterhielten so das Publikum und die Jury. Die Jury äußerte im Anschluss Feedback und Fragen zu den kreativen Ideen der Teams. Es war erstaunlich, wie ausgefeilt die Ideen waren, trotz der kurzen Vorbereitungszeit.

Nach einer Kaffeepause, in der das Publikum ebenfalls abstimmen konnte, welches Start-up ihnen am besten gefallen hat, wurden Preise für verschiedene Kategorien an die Teams vergeben. Neben Urkunden erhielten alle eine Geschenktasche des Goethe-Instituts.
 
Das Team Berlin, das einen Beratungsservice für fahrende Food Trucks vorstellte, gewann in der Kategorie Überzeugende Darstellung. Die Gruppe Frankfurt präsentierte ihr Konzept für eine internationale Plattform, auf der Touristen passende Stadtführer finden können. Sie überzeugten mit ihrer „Cooltour“-Idee in der Kategorie Interkultureller Ansatz.
 
Die Gruppe München überraschte die Jury mit einem energiesparenden Kühlschrankvorhang (Gewinner in der Kategorie Innovative Idee). Schließlich räumte die Schuhplattform Isseoyo des Teams Hamburg in den Kategorien Sprache und Publikumspreis zwei Preise ab: mit Hilfe einer Datenbank finden Schuh und Käufer zueinander.

Teilnehmende des PASCH-Fests 2017 in Seoul
 
Nach den Gruppenfotos gab es zum Abschluss eine Tanzaufführung des Breakdancers Differ und seiner Crew FRZM Movement. Es war eine motivierende Erfahrung für die Deutschlernenden mit Personen in Kontakt zu treten, die eigene Unternehmen gegründet haben und ihre Deutschkenntnisse sowie ihre Ideen einem großen Publikum zu präsentieren.
20.06.2017
Katrin Grünke, Expertin für Unterricht, Goethe-Institut Korea
Ina Volksdorf, Praktikantin

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