Archiv 2017

Projekte des Südens – Lehrerkongress in Kolumbien

Teamarbeit in den Projektgruppen
52 Deutschlehrkräfte von PASCH-Schulen in elf lateinamerikanischen Ländern haben beim Lehrerkongress „Projekte des Südens“ länderübergreifende Projekte entwickelt.


Jetzt heißt es, Partner mit ähnlichen Ideen zu finden: Gleich am ersten Abend, nach einem Tag intensiver Impuls-Workshops zur Orientierung, werden Projektteams gebildet. In jedem Team sollen sich drei Personen aus drei Ländern zusammenfinden, die möglichst vielen Gemeinsamkeiten haben, um die Zusammenarbeit an einem Projekt zu erleichtern.

Das Spektrum der PASCH-Schulen Lateinamerikas ist breit gefächert. Das Ziel des Kongresses ist, diese Vielfalt in Zukunft stärker zu verbinden, Austausch zu fördern und das Netzwerk innerhalb des Kontinentes enger zu verflechten. Bald ist es geschafft: 16 Projektteams haben sich gefunden und der Kongress kann losgehen. Der Freitag ist gefüllt mit Workshops. Zu drei verschiedenen Themen bilden sich die Teilnehmenden weiter. Damit am Ende in jedem Projektteam das gesamte Expertenwissen vorhanden ist, teilen sich die Mitglieder auf die drei Angebote auf.

Teamarbeit in den Projektgruppen Im Workshop „Handlungsorientierter Unterricht“ lernen die Lehrkräfte am besten, wenn sie die Methoden und Aktivitäten mit Händen, Füßen und dem ganzen Körper selbst ausprobieren. Das Thema „Projektmanagement“ bietet Grundlagen der Projektarbeit und die wichtigsten Aspekte, die es dabei zu berücksichtigen gilt. Die Fortbildung „Digitale Medien im Unterricht“ ist sehr praxisorientiert. Die Ergebnisse sind vielfältig und kreativ: von kurzen digitalen Postkarten bis zu ganzen Video-Reportagen ist alles dabei.

Jetzt beginnen auch die Teams mit der Arbeit, damit die Lehrkräfte nach Ende des Kongresses die Projekte an ihren Schulen erfolgreich durchführen können. Ein erfolgreiches Projekt bedeutet nicht nur, ein gutes Endergebnis zu erzielen, sondern auch, dass der Lernprozess selbst gewinnbringend ist. Es bedarf also Koordination und guter Planung im Laufe der gemeinsamen Zeit beim Kongress.

Gruppenfoto Viele verschiedene Themen zeichnen sich ab: Schule, Mode, Freundschaft, Tierwelt und Märchen, um nur einige zu nennen. Genauso vielfältig sind die Präsentationsformen, die sich die Lehrkräfte überlegt haben: Videoblog, online Lerntagebuch, Bildergalerie mit Podcasts, sogar ein Poetry-Slam-Wettbewerb ist dabei.

Zur Halbzeit steht am Samstag ein Ausflug auf dem Plan. Viele der Lehrkräfte sind zum ersten Mal in Kolumbien, und so wird er zu einem Highlight der gemeinsamen Zeit.

Mit neuen Kräften starten alle am Sonntag wieder in die Entwicklung der Projekte. Denn schon am Montag, dem letzten Tag, präsentieren die Gruppen ihre fertigen Projektskizzen. Inhaltlich und optisch sind die Lehrerkräfte über sich hinausgewachsen und die Vorstellungen werden zu einem vollen Erfolg.

Präsentation der Ergebnisse
Am Ende des Kongresses sind wir alle sehr gespannt, was für Prozesse und Ergebnisse die Umsetzung der Projekte mit sich bringen wird. Doch eines ist schon jetzt sicher: die Projekte haben großes Potential, Zündfunken für eine langfristige Zusammenarbeit zwischen den lateinamerikanischen PASCH-Schulen zu sein. Damit es irgendwann vielleicht nicht mehr nur „Projekte des Südens“, sondern echte Partnerschaften des Südens sein werden. 
Datum: 02.06.2017
Juliane Wiedersberg
kulturweit-Freiwillige am Colegio Scalas in Bogotá, Kolumbien

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