Archiv 2017

„Lesefüchse International“ - Landesfinale in Georgien

Diskussion um „Brennendes Wasser“
„Wissen Sie, wer oder was ein Lesefuchs ist? So nennt man einen Menschen, der gern und viel liest. Er schnuppert das beste Buch oder das Beste im Buch heraus.“ (Lizi Chachawa und Ana-Maria Gorbatkowa)


Seit nunmehr sechs Jahren sind junge Lesefüchse in Georgien unterwegs. Die Schülerinnen und Schüler der zehnten und elften Klassen an DSD-Schulen setzen sich sowohl im Unterricht als auch in der abschließenden Diskussion im Landesfinale kritisch mit den Inhalten von vier aktuellen Jugendromanen auseinander - natürlich auf Deutsch. In diesem Jahr wurden die Bücher „Like me“ von Thomas Feibel, „Brennendes Wasser“ von Lukas Erler, „Die Zeit der großen Worte“ von Herbert Günther und „Echt“ von Christoph Scheuring gelesen. Der Umgang mit Mobbing im Internet, ökologische Gefahren beim „Hydraulic Fracturing“, Tod, Trauer, Verlust, aber auch Liebe und Hoffnung in der Zeit des Ersten Weltkrieges sowie Begegnungen von jungen Menschen in und mit der ungeschönten Welt eines Großstadtbahnhofes waren die zentralen Themen der spannenden Lektüre.

Lesefuchsstimmung trotz Stromausfall

Ein „Lesefuchs“-Alumnus begrüßt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Am 5. Mai 2017 fand der große georgische Landeswettbewerb an der DSD-Schule Nr. 52 in Tbilissi statt. Die acht Schulsiegerinnen und Schulsieger hatten viele ihrer Fans und natürlich auch ihre Deutschlehrkräfte mitgebracht, sodass die in Lesefuchsstimmung versetzte Aula der Schule gut gefüllt war. Es war eine tolle Atmosphäre - auch dann noch, als der Strom ausfiel und die Kandidatinnen und Kandidaten aufgrund der fehlenden Unterstützung durch Verstärker und Mikrofone gezwungen waren, viel lauter zu sprechen und das Publikum das Flüstern einstellen musste.

Die jungen kulturweit-Freiwilligen Inken und Frederik moderierten geschickt und lebendig die Veranstaltung und forderten die Finalistinnen und Finalisten von acht DSD-Schulen mit interessanten Fragen zur Auseinandersetzung mit den Buchinhalten auf. Spannend war die Diskussion und nicht weniger interessant die Thematik der vier Lesefuchsbücher. So kam die Jury, bestehend aus dem Kulturattachè der Deutschen Botschaft, dem Schulleiter der Deutschen Schule Tbilissi, einer Sozialpädagogin des Jugendamtes Dresden sowie der Fachberaterin der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in Georgien, beim Zuhören und gleichzeitigen Bewerten richtig ins Schwitzen. Sowohl die Gesprächsführung als auch Textsicherheit, Ausdrucksvermögen, Überzeugungskraft und Auseinandersetzung mit dem Werk waren die Kriterien, in denen die Lesefüchse die Jury überzeugen mussten.

Siegerehrung

Als Siegerin des diesjährigen Wettbewerbes wird die Zehntklässlerin Mariam Chkhikvishvili aus dem deutschen Sprachzweig „Ani-Zet“ der Robert-Schuman-Europaschule Tbilissi im September 2017 gemeinsam mit ihrer Deutschlehrerin nach Berlin reisen und Georgien beim internationalen „Lesefuchs“-Finale vertreten. Wir wünschen ihr viel Erfolg!
 
Datum: 17.05.2017
© Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)


Links zum Thema

PASCH-net und Social Media