Archiv 2017

„Jugend debattiert in China“: Die Debatte ist eröffnet

Generalkonsul Peter Rothen verkündet das Ergebnis der Jurysitzung
Die Ganquan Fremdsprachschule Shanghai war in diesem Jahr Gastgeber des Finales von "Jugend debattiert" in China und hatte sich gründlich auf ihre Gäste vorbereitet.


Am 29. April 2017 trafen die zwölf besten Debattantinnen und Debattanten aus Jinan, Wuhan, Wanzhou, Taiyuan, Chengdu und Shanghai in Begleitung ihrer betreuenden Lehrkräfte an der Ganquan Fremdsprachschule Shanghai ein. Sie alle waren dank ihrer hervorragenden Leistung im Regionalfinale mit einem der heißbegehrten Plätze im dreitägigen Siegertraining ausgezeichnet worden. Tim Wagner, Mitbegründer von „Jugend debattiert“ und Rhetorikcoach aus Berlin, arbeitete intensiv und konzentriert mit den Finalistinnen und Finalisten. Gemeinsam feilten sie an den vier entscheidenden Kompetenzen einer Debattantin oder eines Debattanten: Sachkenntnis, Ausdrucksfähigkeit, Überzeugungskraft und Gesprächsfähigkeit.

Generalkonsul Peter Rothen gratuliert dem Gewinner

Am Vorabend des Finales hieß es dann zunächst „Manege frei“ in der Shanghai Circus World - der Nervenkitzel lenkte erfolgreich von der eigenen Nervosität ab. Zum Finale am 3. Mai konnte Gundula Meyer-Oehring, Fachberaterin der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in Shanghai und Projektleiterin von „Jugend debattiert“ in China, viele Ehrengäste begrüßen, die inzwischen treue Fans des Wettbewerbs sind. Unter ihnen waren aus dem Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Shanghai der Generalkonsul Peter Rothen sowie Jörg Schmidt und Marina May aus den Abteilungen Kultur, Presse und Bildung, Jan Sprenger vom Goethe-Institut Peking, André Stahl aus dem Goethe-Sprachlernzentrum Shanghai, Liu Jueye vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) Shanghai und Robert Cohnen von der Deutschen Schule Shanghai, Elke Rühl aus der ZfA in Bonn sowie Dr. Andreas Wolfrum, ZfA-Fachberater in Peking.

„Sollen die Langzeichen in der Schule unterrichtet werden?“

Das Finale der Debatte

Das Thema der finalen Debatte lautete „Sollen die Langzeichen in der Schule unterrichtet werden?“. Auf der Pro-Seite debattierten Wang Qifan (Fremdsprachenschule Shanghai) und Zheng Weijie (Ganquan Fremdsprachenschule), auf der Contra-Seite Lu Yiduo (Experimentelle Fremdsprachenschule Chengdu) und Chen Xueke (Fremdsprachenschule Wuhan). Jeder von ihnen legte interessante Argumente in die Waagschale - von wertvollem Kulturgut über die uneffektive Nutzung knapper Ressourcen bis hin zu aktuellen Erkenntnissen der Hirnforschung.

Am Ende fiel den Jurorinnen und Juroren die Entscheidung nicht leicht. Sie zeigten sich tief beeindruckt sowohl von der sprachlichen als auch von der inhaltlichen Leistung der jungen Debattantinnen und Debattanten. Den Sieg erringen konnte letztlich Lu Yiduo (Simon) aus der Experimentellen Fremdsprachenschule Chengdu. Er freute sich riesig über seinen wohlverdienten Preis: eine Reise zum Bundesfinale von „Jugend debattiert“ in Berlin am 17. Juni 2017. Außerdem konnten drei weitere Teilnehmende mit jeweils einem Internationalen Preisträgerstipendium des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) der Kultusministerkonferenz ausgezeichnet werden.
Datum: 17.05.2017
© Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)


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