Archiv 2017

Kreativwettbewerb in China: Zum Träumen nach Hangzhou

Szene aus „Vanessas Traum“
Der dritte Nationale Kreativwettbewerb in China inspirierte Schülerinnen und Schüler an 54 chinesischen PASCH-Schulen, Ideen für ein kurzes Theaterstück zu entwerfen. Die Finalistinnen und Finalisten kamen im April in Hangzhou zusammen.


Die Finalistinnen und Finalisten, je sechs Theatergruppen chinesischer DSD- und Fit-Schulen, wurden nach vielen Wochen des Übens an eine der ältesten Schulen Chinas, die Fremdsprachenschule Hangzhou, eingeladen. Hier erwarteten sie zwei arbeitsreiche, aber dennoch kurzweilige Tage, denn zunächst hieß es: intensiv proben, Überleitungen einstudieren und vieles mehr.

Während die Begleitlehrkräfte zum Thema „Projektarbeit“ fortgebildet wurden, begleitete das Schauspieler-Duo „Die Mimosen“ aus Deutschland die Schülerinnen und Schüler mit professionellem Rat in einem zweitägigen Workshop. Sprech- und Bewegungsübungen in entspannter Atmosphäre gaben den jungen Talenten Sicherheit und Vertrauen in das eigene Können mit auf den Weg.

Aufwärmübung vor den Proben

Träume auf der Bühne

Am 9. April war es dann soweit: Die Träume der Schauspieltalente fanden vor einem gespannten Publikum ihre Aufführung. Moderiert von der Fachschaftsberaterin der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in Shanghai bewiesen die Deutschlernenden auf vielfältige Weise ihre Kreativität und ihr Engagement. Für die Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Generalkonsulats Shanghai, der Zhejiang Universität, des Goethe-Instituts, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) sowie der Akademischen Prüfstelle, erwies sich die Bewertung als eine wirkliche Herausforderung, hatten sich die einzelnen Gruppen doch tiefgründig mit der Thematik beschäftigt und diese auf ihre jeweils ganz eigene Weise umgesetzt.

Szene aus „Emilie und Prinzessin Sisi“

Persönliche Träume fanden sich in den Darbietungen wieder, aber auch eine globale Herangehensweise wurde sichtbar. Wie bereits vor zwei Jahren, als der Nationale Kreativwettbewerb unter dem Motto „Stadt der Talente“ stand, setzten sich Schülerinnen und Schüler kritisch mit Aspekten wie „Umwelt“, „Erziehung“ und „Lebenschancen“ auseinander. Dennoch war am Ende klar: Drei Preisträgerstipendien des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) der Kultusministerkonferenz gingen an die Siegerinnen und Sieger der Fremdsprachenschule Wuhan und drei Jugendkursstipendien an die Besten der Zhuzhou Nanfang High School. Die Stipendien werden die beiden Gruppen zu einem mehrwöchigen Aufenthalt im Sommer 2017 nach Deutschland führen. Aber nicht nur der Preis zählt, betonte Peng Zirui, einer der Preisträger der Fremdsprachenschule Wuhan. Vielmehr zeige ihm die Kommunikation, die durch neu geknüpfte Freundschaften enstanden sei, an welcher Stelle im Lernprozess er stehe.

Die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) vernetzt weltweit mehr als 1.800 Schulen, an denen Deutsch einen besonders hohen Stellenwert hat. PASCH ist eine Initiative des Auswärtigen Amts in Zusammenarbeit mit der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), dem Goethe-Institut (GI), dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und dem Pädagogischen Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz. Durch PASCH sollen lebendige, langfristige Bindungen zu Deutschland aufgebaut werden. Ziel ist eine internationale weltumspannende Lerngemeinschaft, die Schulen, ihre Lehrkräfte und ihre Schülerinnen und Schüler anregt, sich untereinander auszutauschen und in deutscher Sprache zusammenzuarbeiten.

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