Archiv 2017

PASCH-Tagung in Berlin mit 120 Teilnehmenden aus 60 Ländern

Gruppenbild der ExU und PASCH-Koordinierenden zusammen mit Frau Dr. Schneider (DAAD) und Frau Schwarzenberg (PAD)
Bei der ersten gemeinsamen PASCH-Tagung haben sich das Goethe-Institut und die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen für mehr Kooperation im Rahmen der institutionellen Möglichkeiten ausgesprochen.


Auf Initiative des Auswärtigen Amts kamen insgesamt rund 120 Kolleginnen und Kollegen beider Institutionen aus über 60 Ländern für die Veranstaltung zusammen. Seitens des Goethe-Instituts nahmen 45 Expertinnen und Experten für Unterricht (ExU) und PASCH-Koordinierende teil, seitens der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) 75 Fachberaterinnen und Fachberater. Sie alle tragen an ihren Einsatzorten dazu bei, dass die PASCH-Initiative an den rund 1.800 Partnerschulen weltweit erfolgreich umgesetzt wird.
 
Eröffnung des World Cafés durch Dr. Heike Uhlig, Leiterin der Abteilung Sprache des Goethe-Instituts, und Heike Toledo, Fachbereichsleiterin der ZfA

Im Fokus der PASCH-Tagung stand der Austausch zu Erfahrungen, Arbeitsbedingungen und Möglichkeiten der Kooperation vor Ort. Zudem gab es Fortbildungen zu Themenschwerpunkten aus dem Arbeitsalltag. Die Expertinnen und Experten für Unterricht beschäftigten sich mit Themen wie Öffentlichkeitsarbeit, PASCH-net, Qualitätsmanagement und CLIL (Content and Language Integrated Learning). Das sind Konzepte zum Fachunterricht, wie zum Beispiel Naturwissenschaften, in der Fremdsprache Deutsch.
 
„Was verbindet und unterscheidet uns und wie können wir die Zusammenarbeit vor Ort optimieren?“
 
Unter diesem Motto standen die gemeinsamen Veranstaltungen des Goethe-Instituts und der ZfA. Zu Beginn des Eröffnungstages am 13. Februar 2017 präsentierten drei Tandems die PASCH-Arbeit des Goethe-Instituts und der ZfA in ihren Einsatzregionen China, Südamerika und Zentralasien. Die Fachberaterin Anna Hendrischk-Seewald und der Experte für Unterricht Jörg Müller erklärten zum Beispiel für Chile, wie sie das gemeinsame Ziel qualitativ hochwertigen Deutschunterrichts verfolgen. Sehr unterschiedlich hingegen ist ihre direkte Zusammenarbeit mit den Schulen. Die von der ZfA betreuten Schulen sind ausschließlich Privatschulen und die vom Goethe-Institut betreuten Schulen ausschließlich öffentlich und dadurch in ihrer Struktur grundverschieden.
 
Reger Austausch der Kolleginnen und Kollegen der ZfA und des Goethe-Instituts beim World Café

Ein World Café im Anschluss daran bot allen Teilnehmenden eine Plattform, sich zu zehn verschiedenen Themen miteinander auszutauschen. Dazu gehörten Wettbewerbe, Fortbildung, CLIL, Öffentlichkeitsarbeit und Corporate Design, Wege zu Studium und Ausbildung in Deutschland, Alumniarbeit und Netzwerk Deutsch. Ziel dabei war es, Möglichkeiten der Kooperation auszuloten, zu optimieren und zugleich Alleinstellungsmerkmale der beiden Institutionen – ZfA und Goethe-Institut – herauszuarbeiten.

Ergebnisse und Handlungsempfehlungen des World Cafés
 
Am Freitag den, 17. Februar 2017, gab es eine Präsentation der Ergebnisse des World Cafés mit Handlungsempfehlungen gegenüber dem Auswärtigen Amt. Unter anderem wurde festgehalten:
 
  1. Die Alumni-Arbeit betreffend soll ein gemeinsames Konzept erstellt, Strukturen an den Schulen gefördert und die Ziele der Alumni-Arbeit stärker bewusst gemacht werden.
  2. Grundlage der Kooperationsmöglichkeiten ist das Einbeziehen aller PASCH-Akteure sowie das Abhalten regelmäßiger Netzwerk-Deutsch-Sitzungen im Gastland.
  3. Bezüglich der PASCH-Projekte/Wettbewerbe möchten die ZfA und das Goethe-Institut Projektreihen schaffen, die eine gemeinsame PASCH-Identität fördern und Synergieeffekte nutzen. 

Workshops und interaktiver Austausch
 
 Fachberater, Fachberaterinnen, ExU und PASCH-Koordinierende im Gespräch miteinander
Neben dem gemeinsamen World Café und der Abschlussveranstaltung war es den beiden Institutionen wichtig, den Veranstaltungsteilnehmenden unabhängig voneinander einige Themenschwerpunkte anzubieten. Dabei wurden zum Beispiel Workshops zu Themen wie „Formate der Lehrerfortbildung“, „Sprachenpolitische Öffentlichkeitsarbeit“, „PASCH-Schulen als Kompetenzzentren für Deutsch als Fremdsprache“, „Jugendaustausch“, „Alumni-Arbeit/Studium in Deutschland“ oder „Kooperation mit der Wirtschaft“ angeboten.
 
Ausblick: PASCH-Tagung als Startschuss für weitere Treffen
 
Um zukünftig Kooperationen weiter zu fördern, soll es nach diesem Auftakt auf Wunsch des Auswärtigen Amts jedes Jahr eine gemeinsame PASCH-Tagung und -Fortbildung der ZfA und des Goethe-Instituts geben. Sie soll als Plattform für Austausch unter den Kolleginnen und Kollegen dienen, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen ZfA und Goethe-Institut als PASCH-Akteure weiter auszuloten.
Datum: 23.02.2017
Goethe-Institut e. V.

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