Archiv 2017

„Ich habe eine Stimme“ – sechster Debattierwettbewerb in Kairo

Tasneem Samir Abdulwahid  beim Finale des PASCH-Debattierwettbewerbs mit ihrem Pokal
63 Jugendliche sind beim PASCH-Debattierwettbewerb in Ägypten angetreten. Siegerin Tasneem Samir Abdulwahid konnte die Jury überzeugen und erzählt im Interview, warum sie Debatten wichtig findet.


Die Debattierenden kamen aus den verschiedensten Regionen Ägyptens – Kairo, Alexandria, Damanhour und Sohag – zum Finale des Debattierwettbewerbs „Ich habe eine Stimme“. Zuvor hatten sie sich in Vorentscheidungen im ganzen Land für das Finale qualifiziert. Daran hatten insgesamt 63 Schülerinnen und Schüler von 14 PASCH-Schulen und 17 staatlichen Schulen teilgenommen.

In der spannenden Finalrunde in Kairo konnte Tasneem Samir Abdulwahid aus der Hadaiq Almaadi Schule die Jury überzeugen und den Wanderpokal mit nach Hause nehmen. Wir haben ihr nach ihrem Sieg einige Fragen gestellt.

Wie fühlst du dich als Gewinnerin des Debattierwettbewerbs?
Ich bin sehr glücklich. Als ich im Vorjahr den zweiten Platz erreichte, habe ich mich sehr geärgert, nicht gewonnen zu haben. Doch in diesem Jahr habe ich mit nichts gerechnet. Umso mehr habe ich mich über den Sieg gefreut.

Warum debattierst du gern und was ist die Herausforderung dabei?
Mir gefällt die Idee des Debattierens: Menschen mit unterschiedlichen Meinungen zu einem Thema treten sich gegenüber und finden einen Weg, auf respektvolle Weise miteinander zu reden. Im Wettbewerb gibt es genaue Zeitvorgaben. Die Herausforderung besteht darin, die eigene Meinung innerhalb der Zeit korrekt und überzeugend zu präsentieren.

Was ist das Wichtigste beim Debattieren?
Die Meinung des anderen zu respektieren.

Wie kann man das Publikum am besten für sich gewinnen?
Es gibt keine bestimmte Methode. Neben Faktenwissen und Einhaltung der Regeln ist auch Charisma entscheidend. Letztendlich hängt es auch vom Publikum ab.

Wie wichtig ist das Debattieren heutzutage?
Vor allem in unserem Land ist richtiges Debattieren wichtig, weil es kaum gemacht wird. Die meisten haben keinen Respekt vor anderen Meinungen.
 
Welche Tipps hast du für alle Debattierenden?
Wichtig ist vor allem eine gute Vorbereitung auf das Thema. Jeder sollte sich einlesen und gut informieren. Ohne Faktenwissen keine Debatte. Zudem ist die Einhaltung der Zeit ausschlaggebend und die richtige Einstellung zu den anderen Teilnehmenden: Ohne gegenseitigem Respekt kommt es zu keiner erfolgreichen und überzeugenden Debatte. 

Was machst du mit dem Wanderpokal, den du nun für ein Jahr behalten darfst?
Der Wanderpokal hat bei mir Zuhause einen ganz besonderen Platz. Auch meine Schule hat mich in einer kleinen Zeremonie extra geehrt und mir gratuliert. Darauf bin ich besonders stolz.
Datum: 14.02.2017
Lisa Müller, Projektmitarbeiterin für PASCH am Goethe-Institut Ägypten

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