Archiv 2016

28 Lehrkräfte in Chile erhalten DSD-GOLD-Zertifikat


Nach erfolgreicher Teilnahme an der Blended-Learning-Fortbildung DSD GOLD erhielten am 9. März 28 Lehrkräfte in Chile ihre Zertifikate. Sie sind die ersten Lehrkräfte in Lateinamerika, welche diese Zertifizierung erworben haben.

Das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz wird in Chile an 22 von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) betreuten Schulen angeboten. Ein erfolgreich bestandenes DSD Stufe I ermöglicht den Schülerinnen und Schülern den sprachlichen Zugang zu einem Studienkolleg in Deutschland, mit dem DSD Stufe II erhalten die Schulabgängerinnen und Schulabgänger sogar den sprachlichen Nachweis für den Zugang zum Studium in Deutschland. Dies mag ein Grund dafür sein, warum die Zahl der weltweiten Prüfungen stetig steigt: Allein in Chile stellten sich 2015 fast 1.500 Schülerinnen und Schüler dieser Herausforderung.

Um das DSD erfolgreich abzulegen, benötigen die Schülerinnen und Schüler einen modernen kompetenzorientierten Unterricht. Daher ist ein wichtiges Ziel der einjährigen Blended-Learning-Fortbildung DSD GOLD, die auf der PASCH-Lernplattform auf www.pasch-net.de umgesetzt wird, die Qualitätssicherung des Unterrichts. So diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Rahmen dieser Fortbildung methodisch-didaktische Fragen der Unterrichtsplanung in Wikis und Foren und laden erfolgreich erprobte Unterrichtsmodule in Datenbanken hoch. Auch die Bewertung von mündlichen Prüfungen und schriftlichen Arbeiten werden erprobt.


Ein weiteres Ziel dieser Fortbildung ist auch die Qualifizierung bereits sehr erfahrener Ortslehrkräfte zur Übernahme des Prüfungsvorsitzes bei den mündlichen Prüfungen des DSD I. Der Prüfungsvorsitzende stellt unter anderem sicher, dass weltweit die gleichen Standards eingehalten und im Rahmen der Prüfung angewendet werden. Bisher konnten diese Funktion nur aus Deutschland vermittelte Lehrkräfte ausüben. Ab sofort ist dies anders. Seit Mai 2015 beteiligten sich in Chile 28 Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer an dieser von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) entwickelten und organisierten Blended-Learning-Fortbildung.

Engmaschige, professionelle Begleitung durch Tutorinnen

Auf die Frage, ob sich die Anstrengung gelohnt habe, waren sich die Teilnehmer einig: „Wir fühlen uns nun bei der Unterrichtsplanung sicherer, können noch effektiver mit unseren Schülerinnen und Schülern arbeiten und haben darüber hinaus viel Material, um unsere Kolleginnen und Kollegen an den Schulen vor Ort fortzubilden.“


In einem Land, dessen Schulen sich über eine Distanz von 3000 Kilometer erstrecken, ist das Modell einer tutorierten Blended-Learning-Fortbildung ideal. Die engmaschige und professionelle Begleitung durch die vier Tutorinnen gewährleistet, dass sich die 28 Lehrkräfte trotz räumlicher Entfernung bei Fragen rund um den Kurs nie allein gelassen fühlten. Für die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer war es die erste Blended-Learning-Fortbildung. Manche Widerstände und Vorurteile gegen diese Art von Fortbildung wurden rasch verworfen, als die Lehrkräfte feststellten, wieviel Vergnügen die gemeinsame Arbeit in einer virtuellen Lerngruppe bereiten kann.

Nach erfolgreicher Teilnahme erhielten die 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 9. März aus den Händen ihrer Tutorinnen Anna Hendrischk-Seewald (Fachberaterin der ZfA), Silke Heckele (Fachleiterin der Deutschen Schule Valdivia), Nicole Ruf (Fachleiterin der Deutschen Schule Thomas Morus) und Eva Schmaderer (Deutsche Schule Osorno) sowie Kathrin Herrmann (Mitarbeiterin der Kulturabteilung der Deutschen Botschaft) die verdiente DSD-GOLD-Zertifizierung. Die chilenischen Lehrkräfte sind die ersten Lehrkräfte in Lateinamerika, welche diese Zertifizierung erworben haben.

Datum: 18.03.2016
Quelle: Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA)

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