Archiv 2016

PASCH-Schülerinnen und -Schüler bei globaler Online-Firmensimulation


Eine Idee geht um die Welt: Im virtuellen Sun Beach City treffen sich die „Future Young Entrepreneurs“ und gründen nach ihren eigenen Ideen Event-Agenturen in multikulturellen Teams.

Wie kommen 15 Jugendliche aus Rumänien, Vietnam, Indien und Deutschland in kürzester Zeit zusammen, ohne dafür ein Flugzeug zu besteigen? Und wie schaffen es diese 15 dann auch noch, in drei Stunden aus einer Geschäftsidee ein Start-up zu basteln? Die Online-Firmensimulation der Leuphana Universität Lüneburg macht’s möglich! In dem weltweit angelegten Weltrekordversuch gründeten Schülerinnen und Schüler über Kontinente hinweg gemeinsam eine Eventagentur in der fiktiven Stadt Sun Beach City.

Willkommen im globalen Klassenzimmer

Freitagmorgen, 7:30 Uhr: In Olching beginnen die Spiele noch vor dem Schulgong. Punkt acht sitzen alle deutschen Future Young Entrepreneurs auf ihren Plätzen und warten gespannt auf den Startschuss. Zeitgleich warten die Entrepreneurs in Vietnam, Rumänien, Indonesien und Indien - tausende Kilometer entfernt, und doch gefühlt gleich nebenan.

Parallel zu den Teilnehmenden des EU-Projekts Future Young Entrepreneurs sitzen auch Jugendliche in Belarus, Kroatien, der Ukraine, der Türkei und Dänemark erwartungsvoll vor ihren Bildschirmen. Sie alle besuchen Schulen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft (PASCH)“ und wurden vom Goethe-Institut dazu eingeladen, in der Firmensimulation ihren Spürsinn für Geschäftsideen zu entdecken. Und nicht nur das: Ganz nebenbei lernen sie PASCH-Mitschüler rund um den Globus kennen.

Aus dem hinteren Teil des Klassenzimmers erklingt der erste Ton der Videotelefonverbindung. Der Geräuschpegel steigt. 75 Jugendliche reden miteinander, obwohl nur 25 im Raum sitzen. Nach dem ersten aufgeregten Kennenlernen per Videochat kehrt Ruhe ein und alle sitzen konzentriert vor ihren Bildschirmen.

Gemeinsam ein Geschäftsmodell entwickeln

In Kleingruppen besprechen sich die Schüler nun mit ihren Partnergruppen in zwei anderen Ländern und Zeitzonen. Mit ihnen werden sie in den nächsten drei Stunden Ideen diskutieren, die Risiken für ihr Vorhaben kalkulieren, ein Geschäftsmodell entwerfen und schließlich eine Eventagentur gründen. Doch bevor Zahlen rotieren und lose Wörter zu Slogans werden, geht es erst einmal darum, sich auf das „besondere Etwas“ zu einigen. Was genau zeichnet die Eventagentur aus?

Entstanden sind bei der Online-Firmensimulation Agenturen für Hochzeiten, multikulturelle Festivals, und Strandparties. Die Ergebnisse waren dabei genauso unterschiedlich wie die Teilnehmenden. So berichtet die Teilnehmerin Franziska Preitnacher: „Jeder hatte andere Interessen, so dass es eine Herausforderung war, sich zu einigen und alle Interessen einzubinden.“ Und Najla Nadira Nasution ergänzt: „Das war das erste Mal, dass wir als Jungunternehmer agiert haben. Alleine durch das Spiel haben wir viele wichtige Dinge gelernt, wie beispielsweise zu verhandeln, unsere Ideen einzubringen und für sie einzustehen. Und das mit Menschen, die uns vorher total unbekannt waren.“ Und das alles in nur drei Stunden. Rund um die Welt.

Datum: 03.02.2016
Zainab Saadoun und Miriam Irle,
Projektteam „Future Young Entrepreneurs“
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