Archiv 2016

Erstes Netzwerktreffen mit 120 PASCH-Alumni aus 43 Ländern

Zum ersten Mal trafen sich PASCH-Alumni aus aller Welt in Berlin zu einer vom Auswärtigen Amt initiierten Konferenz. Gemeinsam entwickelten sie Ideen, um das Netzwerk im In- und Ausland zu stärken.

Unter den Teilnehmenden des Netzwerktreffens am 10. und 11. November waren Absolventinnen und Absolventen von Deutschen Auslandsschulen, Fit-Schulen und Schulen, die das Deutsche Sprachdiplom anbieten. Die rund 120 PASCH-Alumni aus 43 Ländern, wie zum Beispiel Afghanistan, Guinea, Südkorea, Sri Lanka oder Burkina Faso studieren derzeit alle an einer deutschen Universität oder besuchen ein Studienkolleg. Im Fokus dieses vom Goethe-Institut und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen ausgerichteten Treffens standen der Austausch von Erfahrungen und die Förderung eines Netzwerks innerhalb von Deutschland und weltweit. In einer feierlichen Preisverleihung wurde das beste PASCH-Alumni-Projekt 2016 ausgezeichnet.
 
Kreative Entwicklung von Ideen in einer Zukunftswerkstatt
 
Am ersten Tag erarbeiteten die Alumni in einer Zukunftswerkstatt gemeinsam Ideen für eine engere Zusammenarbeit und reflektierten, wie sie das PASCH-Netzwerk stärken und nutzen können. Die Teilnehmenden entwickelten weitere Ideen zur digitalen Vernetzung in Form von Websites und Apps von Alumni für Alumni, die die Angebote der PASCH-Alumni-Plattform ergänzen. Außerdem gehen einige als „Botschafter“ an ihre alten Schulen und beraten dort Schülerinnen und Schüler.
 
Preisverleihung für die besten Alumni-Projekte 2016
 
Die feierliche Preisverleihung für das beste PASCH-Alumni-Projekt 2016 im Auswärtigen Amt begann mit dem Grußwort von Bundestagsmitglied Martin Rabanus. Darauf folgte ein Interview mit Dr. Heike Uhlig, Leiterin der Abteilung Sprache des Goethe-Instituts, sowie Joachim Lauer, dem Leiter der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen. Sie diskutierten, welche Ziele die Institutionen mit ihrer Alumniarbeit verfolgen und welche Wirkungen sie sich davon erhoffen. Außerdem gaben Frau Dr. Uhlig und Herr Lauer ihre persönlichen Eindrücke aus den Begegnungen mit den teilnehmenden Alumni wieder.
 
Insgesamt gab es sechs Preisträger-Projekte, die je mit einem Preisgeld von 2.000 Euro prämiert wurden. Drei Gruppen konnten ihre Projektideen persönlich in Berlin vorstellen und den Preis entgegennehmen: Alumni von DSD-Schulen und Deutschen Auslandsschulen aus der Ukraine, Belarus und Usbekistan bekamen den Preis für die Idee: „Couch-Surfing in der PASCH-Alumni-Welt“. Sie möchten ein Portal entwickeln, über das PASCH-Alumni Übernachtungsmöglichkeiten bei anderen Alumni auf der ganzen Welt finden können. Fit-Alumni aus Togo setzen ein Zeichen mit „Migration anders denken – Potenziale entdecken“, einem Projekt, das Möglichkeiten aufzeigen möchte, im eigenen Land eine berufliche Zukunft aufzubauen und damit Migration zu vermeiden. Alumni von allen drei PASCH-Schultypen aus der Mongolei planen, mit „Mehr Deutsch im Nomadenland“ durch Veranstaltungen in ihrer Region Begeisterung für die deutsche Sprache zu wecken. Die weiteren Preise gingen nach Bulgarien, Indien und Benin.
 
Fortbildungsangebote für die Teilnehmenden des Treffens
 
Am Nachmittag des zweiten Tages stellte Marlen Töpfer vom Deutschen Akademischen Austauschdienst die PASCH-Alumni-Plattform vor. Darüber hinaus gab es Fortbildungsangebote zu den Themen Mentoring, Projektmanagement, Bewerbungstraining, Rhetorik, Netzwerkbildung und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Fortbildung zum Thema Mentoring griff im Speziellen das Interesse der Teilnehmenden auf, sich ehrenamtlich in der Alumniarbeit zu engagieren, zum Beispiel als Mentor oder Mentorin für neue PASCH-Alumni an ihren deutschen Universitäten.
Datum: 7. Dezember 2016
Quelle: Goethe-Institut e. V.

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